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Barmer bekommt neuen Chef



Berlin - Der Mediziner und frühere Vize-Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Christoph Straub, soll neuer Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK werden. Das erfuhr der Tagesspiegel am Montag aus Kassenkreisen. Der 49-Jährige gelte als „heißester Kandidat“ für die Nachfolge von Birgit Fischer, die am 1. Mai zum Verband Forschender Arzneimittelhersteller wechselt. Formell will die bundesweit größte Kasse mit 8,6 Millionen Versicherten am 13. April über die Fischer-Nachfolge entscheiden. Straub war seit 2003 im Vorstand der TK, seit 2005 als Vorstandsvize – und sollte die zweitgrößte gesetzliche Kasse nach dem Willen ihres Vorsitzenden Norbert Klusen auch einmal führen. Im Jahr 2009 wechselte er zur Verwunderung der Branche jedoch in den Vorstand der Rhön-Klinikum AG. raw

IG Bau fordert höhere Löhne

Berlin - Die Gewerkschaft IG Bau fordert für die 870 000 Gebäudereiniger deutlich mehr Lohn und eine Angleichung der Ostgehälter an das höhere Westniveau bis 2015. Die Forderungen entsprechen nach Angaben der Gewerkschaft im Kern einem Plus von sieben Prozent im Westen und einem Zuschlag von neun bis zehn Prozent im Osten. Konkret will die Gewerkschaft in der am Montag veröffentlichten Forderung für die unteren Lohngruppen im Westen 60 Cent mehr pro Stunde durchsetzen. Der Mindestlohn für die Innenreinigung liegt hier bei 8,55 Euro, im Osten beträgt er 7,00 Euro. Für die neuen Länder fordert die IG BAU in den unteren Lohngruppen 70 Cent mehr pro Stunde. Der Tarifvertrag der Branche läuft Ende 2011 aus. rtr

IBM beklagt Entwicklung bei E-Autos

Stuttgart- Eine mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Elektroautos gefährdet nach Ansicht des Technologiekonzerns IBM die dabei angestrebte Rolle der deutschen Autobauer. „Verglichen mit China herrscht bei uns in der Autobranche zu viel Kleinstaaterei. Jeder tritt gegen jeden an“, sagte der Vizechef der Automobil-Sparte von IBM, Gerhard Baum, der „Automobilwoche“ vom Montag. Notwendig sei unter anderem eine „klare Rollenverteilung“ zwischen den Herstellern selbst und den Zulieferern. Zudem müssten sich die Unternehmen mit ihren Investitionen mehr auf Schlüsseltechnologien konzentrieren. IBM ist seit den 50er-Jahren als IT-Dienstleister in der Autoindustrie tätig und auch bei der Entwicklung von E-Autos aktiv. AFP

Immer noch Einbußen für Banker

Frankfurt am Main - Die kleinen Angestellten bei den deutschen Banken verdienen schon wieder mehr als vor der Krise – weiter oben auf der Karriereleiter ergeben sich für die Banker hingegen noch immer Einbußen. Das besagt eine am Montag in Frankfurt vorgelegte Studie der Universität zu Köln und der Unternehmensberatung Towers Watson, die Daten von 120 000 Beschäftigten im deutschen Bankensektor auswertet. Der Untersuchung zufolge stehen tariflich bezahlte Mitarbeiter aus den unteren Ebenen dank der wirtschaftlichen Erholung inzwischen besser da als vor der Krise. Ihre erfolgsabhängigen Boni lagen 2010 im Schnitt zwischen 11 und 30 Prozent höher als fünf Jahre zuvor. Die Boni der Angestellten in höheren Ebenen sanken dagegen zwischen 10 und 17 Prozent unter das Vorkrisenniveau 2005. dpa

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