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Migranten sind gründungsfreudiger als Einheimische



Migranten machen sich in Deutschland häufiger selbstständig als Einheimische. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg und des Instituts für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Uni Hannover. Den im Jahr 2010 erhobenen Daten zufolge hatten rund 7 Prozent der Migranten im Alter von 18 bis 64 Jahren innerhalb der vorangegangenen dreieinhalb Jahre ein eigenes Unternehmen gegründet. Von den deutschen Staatsbürgern wagten diesen Schritt im gleichen Zeitraum 4,2 Prozent. Laut den Forschern bewegt das höhere Arbeitslosigkeitsrisiko viele Ausländer zur Gründung. Oft sei der Weg zur Anstellung versperrt durch unzureichende Sprachkenntnisse oder die mangelnde Anerkennung von Berufsabschlüssen. Für die Studie wurden insgesamt 11 392 Interviews geführt, davon 1709 mit Migranten. dpa

Jeder zehnte Azubi erhält Aufgaben, die mit der Lehre nichts zu tun haben

Jeder zehnte Lehrling muss häufig Aufgaben erledigen, die nicht seiner Ausbildung dienen und zum Beispiel regelmäßig Einkäufe erledigen oder den Hund ausführen. Das ergibt sich aus dem Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Nur etwas mehr als ein Drittel (34,4 Prozent) gibt an, nie für ausbildungsfremde Tätigkeiten herangezogen zu werden. Doch Azubis müssen es sich nicht bieten lassen, wenn sie im Betrieb bloß als Putzhilfe eingesetzt werden. Denn das ist nach dem Berufsbildungsgesetz nicht erlaubt, wie Benjamin Krautschat vom DGB in Berlin erläutert. „Auszubildenden dürfen nur Aufgaben übertragen werden, die dem Ausbildungszweck dienen“, erklärt der DGB-Ausbildungsexperte. Ansprechpartner für betroffene Azubis sind der Betriebsrat und die Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie die Kammern oder die zuständige Gewerkschaft vor Ort.dpa

Nur drei von 100 Beschäftigten

in Kitas sind männlich

Der Anteil der Männer, die beruflich in der Kindertagesbetreuung tätig sind, ist nach wie vor relativ gering – allerdings zog es in den vergangenen Jahren etwas mehr Männer in diesen Beruf. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Boys' Day am vergangenen Donnerstag in Wiesbaden mitgeteilt hat, arbeiteten im März 2010 in Deutschland rund 14 400 Männer als Erzieher in einer Kita. Rund 1 000 Männer waren als Tagesväter aktiv. Gegenüber März 2007 sei das eine Steigerung um 39 Prozent. Damit ist der Anteil der Männer an allen Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung in drei Jahren von 2,9 Prozent auf 3,5 Prozent gestiegen. Den höchsten Männeranteil gab es in den Stadtstaaten Hamburg (9,4 Prozent) und Bremen (9,1 Prozent).epd

Ein Betriebspraktikum hilft vielen

Jugendlichen bei der Berufswahl

Als Informationsquelle bei der Berufswahl ist ein Betriebspraktikum besonders hilfreich. Dieser Ansicht sind drei Viertel der deutschen Jugendlichen, wie eine Befragung ergeben hat. Fast zwei Drittel nannten allgemein das Internet, spezielle Webseiten zur Berufsorientierung nur knapp jeder Fünfte. Dagegen gab etwa die Hälfte an, sich durch Betriebsbesichtigungen ein Bild verschafft zu haben, teilt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn mit. Für das Forschungsprojekt „Berufsorientierung junger Frauen im Wandel“ hat das BIBB rund 430 Jugendliche befragt. Die Auszubildenden waren jeweils zur Hälfte Männer und Frauen.dpa

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