NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Griechenland zählt mehr Arbeitslose



Athen - Wegen des Sparprogramms wird die griechische Wirtschaft auch in diesem Jahr weiter schrumpfen. Diese Ansicht vertrat am Montag der Gouverneur der griechischen Notenbank, Giorgos Provopoulos. Die Arbeitslosigkeit werde allen Anzeichen nach weiter steigen und die Marke von 15 Prozent bis zum Jahresende klar übertreffen. Zurzeit beträgt sie 15,1 Prozent. Zudem rechnet der Bankchef damit, dass die griechische Wirtschaft um etwa drei Prozent 2011 schrumpfen wird. 2010 war sie um 4,5 Prozent zurückgegangen. Mehrere Regierungsvertreter in Berlin gingen davon aus, dass das Land nicht ohne Umschuldung über den Sommer komme. Provopoulos widersprach: „Solch eine Option ist weder nötig noch erwünscht.“ dpa/rtr

Telekom nähert sich Franzosen an

Paris - Die Deutsche Telekom und Rivale France Telecom rücken näher zusammen. Die Telefonunternehmen wollen sparen, indem sie bei ihren großen Zulieferern wie Ericsson oder Nokia Siemens Networks (NSN) gemeinsam Netzwerk-Technik und Handys einkaufen und so die Preise drücken. Die beiden Konzerne heben dazu nach eigenen Angaben vom Montag ein neues Joint Venture aus der Taufe, das den jährlich 13 Milliarden Euro schweren Einkauf übernimmt. Ziel sei, damit die Kosten um bis zu 1,3 Milliarden Euro im Jahr zu senken. rtr

Deutsche Bank freigesprochen

Mailand - Die Deutsche Bank und drei US-Institute sind in einem Prozess um die Milliarden-Pleite des italienischen MilchRiesen Parmalat im Jahr 2003 freigesprochen worden. Ein Mailänder Gericht sprach die Deutsche Bank, Citi, Morgan Stanley und Bank of America am Montag von dem Vorwurf der Marktmanipulation frei. Die Institute hatten ein Fehlverhalten zurückgewiesen. Der Staatsanwalt hatte neben Geldstrafen gefordert, 120 Millionen Euro aus ihren Gewinnen abzuschöpfen. Allein der deutsche Branchenprimus sollte demnach 14 Millionen Euro zahlen. Der Lebensmittelkonzern aus Parma war 2003 wegen eines Bilanzlochs von 14 Milliarden Euro zusammengebrochen. Mehr als 100 000 Kleinanleger hatten ihre Ersparnisse verloren, die sie in die bestens bewerteten Parmalat-Anleihen gesteckt hatten. Inzwischen wurde der Konzern umgebaut und ist seit 2005 wieder an der Börse gelistet. rtr

Citigroup verdient weniger

New YorkMODI TYRES] - Die vom Staat gerettete US-Großbank Citigroup hat im ersten Quartal 2011 einen Gewinnrückgang verbucht. Der Überschuss sank im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund ein Drittel auf drei Milliarden US-Dollar. Das erklärte das Institut am Montag in New York. Im vierten Quartal 2010 hatte Citigroup lediglich 1,3 Milliarden Dollar verdient. Die Erträge schmolzen im Berichtsquartal im Vergleich zum ersten Quartal 2010 um knapp ein Viertel auf 19,7 Milliarden Dollar. Die US-Bank begründete den Rückgang unter anderem mit Problemen im Endkundengeschäft in den USA und einem schwachen Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren. dpa

Übernahme im Pharmabereich

West Chester - Eine mögliche Riesenübernahme im Pharmabereich wird konkreter: Der Schweizer Medizintechnikkonzern Synthes hat am Montag Fusionsgespräche mit dem US-Konsumgüter- und Pharmakonzern Johnson & Johnson bestätigt. Es sei aber noch offen, ob und zu welchen Bedingungen eine Transaktion stattfinden könne, teilte Synthes am Montag mit und reagierte damit auf Medienberichte. Das „Wall Street Journal“ hatte am Freitag berichtet, sollte es zu einer Einigung kommen, könne der Kaufpreis für Synthes bei um die 20 Milliarden Dollar liegen. dpa

Hannover Rück baut Geschäft aus

Frankfurt am Main - Die Hannover Rück baut ihr Geschäft mit der Abwicklung alter Policen-Bestände in der Lebens-Rückversicherung aus. Aus den von der Scottish Re übernommenen Verträgen aus den Jahren von 2000 bis 2003 sei ein jährliches Prämienvolumen von 80 Millionen Dollar (56 Millionen Euro) zu erwarten, teilte der weltweit viertgrößte Rückversicherer am Montag mit. Im Gegenzug übernimmt Hannover Rück die Risiken aus dem Scottish-Re-Bestand. Scottish Re hatte 2008 ihr Neugeschäft eingestellt, seitdem wickelt der auf Bermuda ansässige Rückversicherer nur noch seine Bestände ab. Er gehört dem Finanzinvestor Cerberus und der Massachusetts Mutual Life. rtr

Nutella-Erbe Ferrero ist tot

Alba - Pietro Ferrero, Chef des gleichnamigen italienischen Süßwarenkonzern, ist in Südafrika ums Leben gekommen. Dies teilte der Konzern am Montagabend mit. Der 1963 geborene Sohn des Nutella-Gründers sei wegen eines Unfalls gestorben. Die genauen Umstände seien jedoch noch unklar. Pietro Ferrero stand gemeinsam mit seinem Bruder Giovanni an der Spitze des Konzerns. Das Süßwarenunternehmen wurde von Michele Ferrero vor allem mit dem Überraschungsei und Pralinen wie Ferrero Rocher zu 6,3 Milliarden Euro Umsatz gebracht. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar