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„Kandidaten 2.0“: Bewerber treten heute selbstbewusster auf



Bewerber im Web-2.0-Zeitalter haben andere Anforderungen an Unternehmen und bewerben sich auch anders als früher. Die neuen Kandidaten sind selbstbewusster und stellen neue Ansprüche an Arbeitgeber, hat die Arbeitnehmerstudie „Bewerbungspraxis 2011“ von des Karriereportals Monster.de und dem Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main ergeben. Wo früher ein fester Job im Vordergrund stand, wollen Mitarbeiter heute ihre Arbeitszeit flexibel einteilen und sich stetig weiterbilden. Die wesentlichen Kriterien für die Attraktivität eines Arbeitgebers sind laut Studie ein angenehmes Arbeitsklima, Weiterbildungsmöglichkeiten und Work-Life-Balance. Für die Untersuchung wurden 10 000 Stellensuchende und Karriereinteressierte befragt. Tsp

Urlaubsansprüche dürfen nicht

nach Alter gestaffelt werden

Der Urlaubsanspruch darf in einem Tarifvertrag nicht nach dem Lebensalter gestaffelt werden. Das ist eine verbotene Altersdiskriminierung und verstößt gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, wie sich aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf ergibt (Aktenzeichen: 8 Sa 1274/10). Darauf weist die Deutsche Anwaltauskunft in Berlin hin. In dem Fall hatte eine 24-jährige Einzelhandelskauffrau geklagt. Für sie galt ein Tarifvertrag, in dem der jährliche Urlaubsanspruch nach dem Lebensalter gestaffelt war. Die Spannbreite reichte von 30 Urlaubstagen bis zum vollendeten 20. Lebensjahr bis hin zu 36 Tagen nach dem vollendeten 30. Lebensjahr. Das sahen die Richter als unzulässig an. dpa

Zeitdruck und Stress machen

Beschäftigte krank

Immer mehr Beschäftigte fühlen sich wegen Zeitdrucks und Stress ausgebrannt und werden deshalb krank. Die Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen erhöhten sich seit 1999 um nahezu 80 Prozent und machen heute bereits knapp zehn Prozent aller Ausfalltage aus, wie das Wissenschaftlichen Institut (WIdO) der Krankenkasse AOK in Berlin mitteilt. „Zeitdruck und Stress nehmen offenbar zu, und die Gefahr besteht, dass die Menschen von zwei Seiten gleichzeitig ausbrennen, vom Beruf her und durch familiäre Belastungen“, erklärte Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des Instituts. Wegen der Diagnose Burnout waren im vergangenen Jahr hochgerechnet auf alle gesetzlich versicherten Arbeitnehmer knapp 100 000 Menschen mit 1,8 Millionen Fehltagen krankgeschrieben. Schröder zufolge sind insbesondere Frauen und Menschen in erzieherischen und therapeutischen Berufen von einem Burnout betroffen.AFP

Technikberufe ziehen nach wie vor

nur wenige Frauen an

Bei der Lehrstellenwahl entscheiden sich Frauen immer noch eher selten für Technikberufe. „Unter den 20 meistgewählten Ausbildungsberufen findet sich bei Frauen kein einziger technischer“, sagt Andreas Pieper vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. Bei Männern stünden Berufe wie Kfz-Mechatroniker, Industriemechaniker oder Elektroniker hingegen weit oben auf der Rangliste der Berufe mit den meisten Auszubildenden. Von den männlichen Azubis strebten rund zwei Drittel gewerblich-technische Fertigungsberufe an, so Pieper. Die BIBB-Statistik zu den beliebtesten Ausbildungsberufen von Frauen kann man im Internet nachlesen unter: http://dpaq.de/oUPLh. dpa

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