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Bund setzt auf Windräder



Berlin - Die Bundesregierung will die Genehmigung für Windparks auf hoher See vereinfachen. Das Kabinett billigte am Mittwoch einen Gesetzentwurf, wonach die Entscheidungen über neue Windräder gebündelt werden sollen. Künftig soll das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) einziger Ansprechpartner sein und über den Antrag entscheiden. „Diese Gesetz ist ein erster und wichtiger Schritt beim Sofortprogramm zum neuen Energiekonzept der Bundesregierung“, sagte Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Bislang musste für neue Windparks auch die gesonderte Zustimmung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) eingeholt werden. Dessen Stellungnahmen soll künftig im internen Verfahren berücksichtigt werden, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. rtr

2010 wurde weniger gestreikt

Berlin - Im Hinblick auf Arbeitskämpfe war 2010 für Deutschland ein friedliches Jahr: Die Zahl der durch Streik ausgefallenen Arbeitstage war nach einer Bilanz des gewerkschaftsnahen Forschungsinstituts WSI vom Mittwoch mit 173 000 Tagen so gering wie seit 2004 nicht mehr. Insgesamt hätten sich etwa 120 000 Beschäftigte an Streiks beteiligt. 2009 waren es 400 000 Streikende. Ein wesentlicher Grund für den Rückgang sei, dass in der Metall- und Elektroindustrie noch in Zeiten der Krisenprägung der Branche eine Tarifeinigung ohne Arbeitskampf erzielt wurde. Auch für das laufende Jahr sieht der WSI-Experte Heiner Dribbusch bislang keine Anzeichen für Großkonflikte. rtr

Börse veröffentlicht Angebot

Frankfurt am Main - Die Deutsche Börse hat im Übernahmepoker um die New Yorker Nyse Euronext ihre Karten auf den Tisch gelegt. Am Mittwoch veröffentlichte der Dax-Konzern das offizielle Übernahmegebot. Demnach können die Aktionäre des deutschen Marktbetreibers ihre Titel bis zum 13. Juli andienen, um sie in Papiere des neuen Börsenriesen tauschen zu lassen. So dürfte sich bis Mitte Juli abzeichnen, ob sich die Frankfurter Börse und die Wall Street wie geplant zum weltweit größten Börsenkonzern zusammenschließen. Die Finanzaufsicht Bafin habe bereits am 2. Mai ihr Einverständnis gegeben. rtr/AFP

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