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Ackermann wehrt sich



Frankfurt am Main/Los Angeles - Die Deutsche Bank sieht sich zu Unrecht von einer Klagewelle in den USA getroffen. „Wir halten die gegen uns in den USA erhobenen Klagen für unbegründet, gleichwohl nehmen wir sie sehr ernst“, ließ Vorstandschef Josef Ackermann am Donnerstag erklären. Die Staatsanwaltschaft von Los Angeles wirft dem größten deutschen Geldinstitut vor, gepfändete Häuser verwahrlosen zu lassen und widerrechtlich zu vertreiben. Ackermann betonte: „Die Bank hat ihre Lehren aus der Finanzkrise gezogen. Ich selbst betone seit Jahren, dass kein Geschäft es wert ist, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen.“ Die Staatsanwaltschaft von Los Angeles erklärte, die Deutsche Bank sei nicht das einzige Kreditinstitut, das gegen das Gesetz verstoße: „Sie ist aber der schlimmste und am wenigsten zugängliche Übeltäter.“ dpa

EZB deutet Zinspause an

Helsinki - Die Europäische Zentralbank wird die Zinsen im Juni voraussichtlich noch nicht weiter erhöhen. EZB-Chef Jean-Claude Trichet sagte am Donnerstag nach der Ratssitzung in Helsinki zwar, die Währungshüter beobachteten alle Entwicklungen „sehr genau“. Die Geldpolitik stimuliere die Wirtschaft, und die Zinsen seien weiter niedrig. Dies deutet auf Zinserhöhungen erst im weiteren Jahresverlauf hin. Trichet verwendete in seinen Anfangsbemerkungen auf der üblichen Pressekonferenz aber nicht die Formulierung „große Wachsamkeit“. Am Donnerstag beließ es die EZB bei dem Leitzins von 1,25 Prozent. rtr

Middelhoff muss zahlen

Essen - Der frühere Arcandor-Chef Thomas Middelhoff muss einem Kleinaktionär Schadenersatz wegen der Informationspolitik der einstigen Karstadt-Muttergesellschaft zahlen. Das Landgericht Essen verfügte am Donnerstag, dass Middelhoff dem „Welt“-Chefredakteur Jan-Eric Peters 2575 Euro zahlen muss. Hintergrund sei, dass ein Arcandor-Sprecher im September 2008 erklärt habe, die Beteiligung an Thomas Cook werde nicht verkauft. Noch am Abend desselben Tages habe Arcandor dann aber mitgeteilt, ein Verkauf sei nicht ausgeschlossen. Der Anleger sei damit vorsätzlich sittenwidrig geschädigt worden, teilte das Gericht mit. rtr

Google an Skype interessiert

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Der Onlinetelefondienst Skype weckt Begehrlichkeiten bei den Großen der Internet-Branche. Facebook und Google sollen ihr Interesse an der früheren Ebay-Tochter signalisiert haben, die sich in Besitz von Finanzinvestoren befindet, erfuhr die Agentur Reuters von zwei mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Unklar ist bisher, ob sie einen Kauf oder ein Joint-Venture anstreben. Nach Aussage eines Insiders nahm Facebook-Chef Mark Zuckerberg bereits an Übernahmegesprächen teil. Die Verhandlungen seien noch ganz am Anfang. rtr

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