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Lokführer verlängern Streik



Berlin - Im Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) und den Privatbahnen verhärten sich die Fronten. Die GDL verlängerte ihren eigentlich bis Freitagnachmittag geplanten Streik bei zwei Privatbahnen bis Montagmorgen. GDL-Chef Claus Weselsky warf der Veolia-Gruppe und der AKN Eisenbahn AG massive Einschüchterung von GDL-Mitgliedern durch Aussperrungen und Lohnkürzungen vor. Eine Veolia-Sprecherin bestätigte die selektiven Aussperrungen, verwies aber darauf, dass diese ein zulässiges Mittel im Arbeitskampf seien. AFP

Frankreich macht Druck wegen EZB

Berlin- Deutschland hält sich in der EZB-Präsidentschaftsfrage trotz wachsenden internationalen Drucks weiter bedeckt. Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde drückte am Freitag im französischen Fernsehen allerdings aufs Tempo und erklärte, es wäre für die europäischen Partner wünschenswert, wenn sich Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht erst kurz vor der Entscheidung über die Nachfolge von Jean-Claude Trichet im Juni in der Spitzenpersonalie festlege: Unterdessen berichtete der „Spiegel“ am Freitag vorab, Merkel wolle den italienischen Favoriten Mario Draghi nicht als neuen EZB-Chef haben. Sie fürchte, dass ein Vertreter aus dem Schuldenland Italien als oberster Wächter über den Euro den Deutschen kaum zu vermitteln sei. Trichets Mandat bei der EZB läuft Ende Oktober aus. rtr

Den Nachwuchs im Blick

Berlin/Frankfurt am Main - Junge Unternehmer und Gewerkschaften wollen sich mehr für Jugendliche engagieren. Am Freitag startete in Frankfurt eine Kampagne der IG Metall, mit der die Gewerkschaft junge Menschen mehr ins Zentrum ihrer Politik stellen will. Dazu soll es künftig mehr Betriebsvereinbarungen zu Ausbildungsfragen geben. Mit mehr als 200 000 Jugendlichen ist die IG Metall nach eigenen Angaben der größte politische Jugendverband in Deutschland. Ebenfalls am Freitag kündigten die Wirtschaftsjunioren an, am kommenden Mittwoch in Berlin unter dem Motto „Uns reicht’s – Wir brauchen Fachkräfte!“ demonstrieren zu wollen. Gefordert werden unter anderem bessere Schulen und mehr Betreuungsplätze.sip

Nabucco verzögert sich

Wien/Essen - Der Baubeginn der Nabucco-Pipeline von Asien nach Europa verschiebt sich um ein Jahr auf 2013. Das gab der Geschäftsführer der Nabucco-Projektgesellschaft, Reinhard Mitschek, am Freitag bekannt. Grund sei, dass die Produzenten in den Lieferländern das erste Gas erst 2017 und nicht schon früher zur Verfügung stellten. Es mache keinen Sinn, die Pipeline unter Zeitdruck schon Ende 2015 oder 2016 fertig zu haben, wenn das erste Gas erst später komme, führte Mitschek aus. dpa

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