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Arbeitnehmer wollen lieber einen entscheidungsfreudigen Chef



Mangelnde Entscheidungsfreude stört deutsche Arbeitnehmer an ihrem Chef am meisten. Das hat eine repräsentative Studie des Personaldienstleisters Rundstedt in Düsseldorf ergeben. Demnach ärgern sich 41 Prozent der Befragten darüber, wenn der Chef unfähig ist, Entscheidungen zu treffen. Befragt wurden 6800 Arbeitnehmer in elf Ländern, davon 529 in Deutschland. Am zweithäufigsten kritisieren deutsche Arbeitnehmer es, wenn der Chef dauernd seine Meinung ändert – das bemängeln 40 Prozent der Befragten. Ähnlich stark stört es Mitarbeiter, wenn der Vorgesetzte nicht in der Lage ist, Teamarbeit zu organisieren, kein Taktgefühl hat und Untergebene nie für ihre Arbeit lobt (jeweils 39 Prozent). dpa

Deutsche wünschen sich

die Arbeitswelt von früher zurück

„Früher war alles besser“: Das denken sechs von zehn Erwachsenen (59 Prozent) zumindest über die Arbeitsbedingungen in Deutschland. Nicht einmal jeder Dritte (30 Prozent) findet, dass sich die Situation in den vergangenen fünf Jahren verbessert hat. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von TNS Infratest. Im Auftrag der Arbeiterwohlfahrt (AWO) wurden 1000 Erwachsene befragt. In der Altersgruppe zwischen 49 und 59 Jahren sind sogar zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) der Ansicht, dass sich die Arbeitsbedingungen verschlechtert haben. Jüngere sehen das anders: Etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen meint, dass sich die Bedingungen im Beruf verbessert haben. dpa

Zeitarbeiter werden oft nur kurz

an Unternehmen entliehen

Zeitarbeiter sind meist nur wenige Wochen bei einem Entleihbetrieb im Einsatz. Mehr als die Hälfte (56,2 Prozent) der im ersten Halbjahr 2010 ausgeschiedenen Zeitarbeiter war höchstens drei Monate in einem Verleihbetrieb, etwa jeder Neunte (11,4 Prozent) von ihnen sogar weniger als eine Woche in einem Verleihbetrieb beschäftigt. Darauf weist das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hin. Es beruft sich dabei auf Daten der Bundesarbeitsagentur. dpa

Jeder fünfte Praktikant finanziert sich durch Sozialleistungen

Jeder fünfte Praktikant mit Hochschulstudium ist auf Sozialleistungen angewiesen. Mehr als die Hälfte erhält von den Eltern finanzielle Unterstützung. Dies geht aus der am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie „Generation Praktikum 2011“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DBG) und der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Durchschnittlich erhielten Praktikanten im vergangen Jahr monatlich rund 551 Euro. Der Gewerkschaftsbund lehnt Praktika nach dem Abschluss grundsätzlich ab. Zumindest sollte jedoch jeder Praktikant einen Praktikumsvertrag und eine Aufwandsentschädigung erhalten. kna

Der Fachkräftemangel ist für Mittelständler noch beherrschbar

Der Fachkräftemangel ist für den deutschen Mittelstand einer Umfrage zufolge bislang noch beherrschbar. Zwar klagt jedes vierte kleine und mittelständische Unternehmen über Schwierigkeiten bei der Suche nach qualifiziertem Personal, wie die am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichte Erhebung der KfW Bankengruppe ergab. Doch statt Fachkräftemangel sehen die 12 560 befragten Firmen in erster Linie andere Herausforderungen für die nahe Zukunft: die Erschließung neuer Kundengruppen und den Aufbau profitablerer Strukturen. dpa

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