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Führungskräfte versuchen,

sich selbst zu klonen



Manager suchen laut einer Studie bei der Beförderung von Mitarbeitern nach ähnlichen Merkmalen wie bei sich selbst und vergeben damit wirtschaftliche Chancen in ihren Unternehmen. „Viele Führungskräfte suchen – bewusst oder unbewusst – nicht unbedingt den besten Bewerber aus, sondern jemanden, der ihnen ähnlich ist“, sagte Carolin Griese-Michels von der Unternehmensberatung Roland Berger der „Welt am Sonntag“. Im Fachjargon heiße dies „Self-Cloning“ (Selbstklonen). Das Nachsehen haben dadurch etwa Frauen und Bewerber mit ausländischen Wurzeln. Dabei tun sich die Unternehmen damit nichts Gutes. Denn: Vielfalt auch in der Führungsebene steigere den Gewinn von Firmen, sagte Griese-Michels. Für die Untersuchung wurden 40 international tätige deutsche Konzerne befragt. dpa

Jeder zweite Beschäftigte bevorzugt altersgemischte Teams

Teamarbeit funktioniert besser, wenn nicht alle in der Gruppe gleich alt sind. Das glaubt jeder zweite Arbeitnehmer (60 Prozent), wie eine repräsentative Telefonumfrage der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) ergeben hat. 41 Prozent halten außerdem das Klima in der Gruppe für besser, wenn nicht nur Gleichaltrige zusammenarbeiten. Allerdings haben Jüngere auch Vorurteile gegen ältere Beschäftigte im Betrieb. Immerhin 16 Prozent der Befragten haben der Aussage zugestimmt, dass ältere Kollegen weniger flexibel sind. Aus der Studie geht auch hervor, dass Teamarbeit heute im Arbeitsleben vieler Beschäftigter eine Rolle spielt. Über 70 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass sie regelmäßig im Team arbeiten. Insgesamt wurden 2000 Beschäftigte interviewt. dpa

Fortbildungen und Ein-Euro-Jobs machen Sinn

Die meisten arbeitsmarktpolitischen Instrumente wie Ein-Euro-Jobs oder Fortbildungsangebote machen nach dem Urteil von Forschern durchaus Sinn. Zumindest für bestimmte Zielgruppen wirkten sich die meisten Maßnahmen – wenn auch mit Unterschieden – positiv aus, heißt es in einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). „Verbesserungspotenzial besteht vor allem bei der Zielgenauigkeit der Teilnehmerauswahl“, lautet das Fazit der Arbeitsmarktexperten. Selbst den oft kritisierten Ein-Euro-Jobs bescheinigen sie leicht positive Beschäftigungseffekte. Bei den sehr erfolgreichen „betriebsnahen Instrumenten“ wie dem Eingliederungszuschuss oder den betrieblichen Trainingsmaßnahmen bestehe das Risiko von Mitnahme- und Substitutionseffekten. dpa

Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird von Firmen kaum gefördert

Unternehmen setzen sich zu wenig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Diese Ansicht vertritt eine überwältigende Mehrheit von 84 Prozent der Deutschen, wie aus einer Familienstudie hervorgeht, die das Bundesfamilienministerium in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach und „Bild am Sonntag“ erstellen ließ. Nur fünf Prozent sagen demnach, dass die Anstrengungen der Arbeitgeber ausreichen. Für rund ein Fünftel der Arbeitgeber (19 Prozent) sei die Familie allein eine Angelegenheit der Angestellten. Mit sechs Prozent verfüge nur eine geringe Anzahl der Unternehmen über eigene Einrichtungen zur Kinderbetreuung. Für die Familienstudie führte das Allensbach Institut Ende 2010 bundesweit 2843 Interviews durch. AFP

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