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Gericht kassiert Tarifverträge



Berlin - Die Spitzenorganisation der Christlichen Zeitarbeitsgewerkschaften (CGZP) war nach einem Beschluss des Arbeitsgerichts Berlin auch in der Vergangenheit nicht tariffähig. Sie habe deshalb 2004, 2006 und 2008 keine Tarifverträge abschließen dürfen, teilte die Justiz am Montag mit. Betroffene Leiharbeiter könnten daher möglicherweise nun im Nachhinein eine bessere Bezahlung verlangen. Nach Schätzungen hat die CGZP Tarifverträge für mehr als 200 000 Zeitarbeiter abgeschlossen. Mit ihrem Beschluss (Az: 29 BV 13947/10), der noch nicht rechtskräftig ist, folgten die Richter einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 14. Dezember 2010. Dieses hatte der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) die Tariffähigkeit abgesprochen, zu geschlossenen Tarifverträgen aber keine konkreten Angaben gemacht. dpa

Gärtner beleben Baumärkte

Köln - Die Gartenfreunde haben den Baumärkten ein sonniges erstes Quartal beschert. Von Januar bis März gaben die Kunden in den deutschen Bau- und Heimwerkermärkten 3,88 Milliarden Euro aus, 3,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um neu eröffnete und geschlossene Märkte lag das Plus immer noch bei 1,7 Prozent, wie der Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte (BHB) am Montag mitteilte. Der Bereich Garten verzeichnete dabei mit 22 Prozent das mit Abstand stärkste Wachstum. Wegen der milden Temperaturen habe es viele Hobbygärtner schon ab Februar verstärkt nach draußen gezogen, berichtete der Verband. Weniger gefragt waren dagegen Tapeten und Bastelartikel. dpa

Firma in Israel bricht Iran-Embargo

Tel Aviv - Berichte über Handelsbeziehungen einer israelischen Firma mit dem Erzfeind Iran haben in Israel für große Empörung gesorgt. Die Gruppe Ofer-Brüder soll der staatlichen iranischen Reederei 2010 über eine Tochtergesellschaft unter anderem ein Tankschiff für 8,65 Millionen Dollar verkauft haben. Das US-Außenministerium teilte mit, man habe Sanktionen gegen die israelische Firma verhängt, weil sie gegen das Iran-Embargo verstoßen habe. In Israel werden jetzt polizeiliche Ermittlungen gegen die Ofer-Brüder gefordert. Israel fürchtet angesichts der Affäre einen schweren Imageschaden. dpa

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