NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

AUDI

China überholt Deutschland

China hat Deutschland als größter Absatzmarkt für Audi überholt. Mit 87 788 Autos verkaufte die Volkswagen-Tochter in den ersten vier Monaten erstmals mehr Autos im Reich der Mitte als auf ihrem deutschen Heimatmarkt. Wie Audi-China-Chef Dietmar Voggenreiter am Montag in Peking sagte, rechne er im Gesamtjahr mit einem Absatzplus von „gut 20 Prozent“ auf 280 000 Autos in China. Im Mai erreicht der Verkauf den dritten Monat in Folge eine Bestmarke. „Nach März und April legen wir auch im Mai einen Monatsrekord beim Absatz im chinesischen Markt hin“, sagte Dominique Boesch, Präsident des Audi-Verkaufs in China. Eine Grundlage für den Absatzschub legte der Umbau des Werkes mit dem Joint-Venture-Partner First Automotive Works (FAW) in Changchun in Nordostchina. Die Kapazität wurde um rund 50 Prozent auf 300 000 Autos erhöht. Nach den beiden Boom-Jahren 2009 und 2010 zeige sich in diesem Jahr auf dem chinesischen Markt gleichwohl eine „Beruhigung“ oder „Normalisierung“.dpa

ALSTOM

Beschäftigte protestieren

Mit einem europaweiten Aktionstag haben mehrere tausend Mitarbeiter des Bahntechnik-Herstellers Alstom gegen dessen Sparkurs protestiert. In Betriebsversammlungen und auf Demonstrationen an 13 deutschen Standorten, darunter auch in Berlin, forderten die Mitarbeiter am Montag die Chefetage in Paris auf, die Konzernstrategie zu ändern und auf angekündigte Stellenstreichungen zu verzichten. Auch an Standorten in Spanien und Italien gab es Aktionen. Im niedersächsischen Salzgitter trafen sich die Kollegen zu Beratungen und einer anschließenden Kundgebung vor dem Werkstor. Alstom hat angekündigt, in Salzgitter 700 Jobs abbauen und den Bahn-Rohbau nach Polen verlagern zu wollen. dpa

ASTRIUM

Konzern soll Chemiewaffen zerstören

Das europäische Raumfahrtunternehmen Astrium soll in Frankreich tonnenweise nicht explodierte chemische Waffen aus dem Ersten Weltkrieg vernichten. Astrium wird ab 2015 jährlich 42 Tonnen solcher Waffen zerstören, die auf den früheren Schlachtfeldern im Norden und Osten Frankreichs gefunden wurden, wie die Tochter des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS am Montag mitteilte. Die Waffen lagern derzeit in der Nähe von Suippes in Nordostfrankreich. Der Auftrag, den Astrium vom französischen Verteidigungsministerium erhielt, geht über 20 Jahre: nach einer vierjährigen Planungs- und Bauphase soll mindestens 15 Jahre lang die Zerstörung der Waffen in einer vollautomatischen Anlage in Ostfrankreich folgen. Im Ersten Weltkrieg wurden die ersten chemischen Waffen eingesetzt, vor allem von Deutschland und Frankreich. AFP

HANKOOK

Koreaner wollen nach Deutschland

Der südkoreanische Reifenhersteller Hankook wird mit BMW erstmals einen deutschen Oberklassehersteller beliefern. Damit machen die Koreaner den europäischen Premium-Rivalen Konkurrenz. Hankook werde ab Juni Reifen für den Kleinwagen Mini liefern, sagte eine BMW-Sprecherin am Montag. Die Südkoreaner konkurrieren unter anderem mit Bridgestone, Michelin, Goodyear und Continental und wollen ihre Position in Europa in den nächsten Jahren ausbauen. Der Marktanteil in Europa soll von derzeit rund sieben Prozent mittelfristig zweistellig werden. Um den Ruf der einstigen Billigmarke zu verbessern, drängt Hankook auch in den Rennsport. rtr

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