NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

EADS soll Schmiergeld gezahlt haben

London - Das britische Betrugsdezernat (SFO) hat eine Bestechungsuntersuchung gegen den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS eingeleitet. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus mit den Ermittlungen vertrauten Kreisen erfuhr, steht dabei ein zwei Milliarden Pfund (2,3 Milliarden Euro) schwerer Vertrag in Saudi-Arabien im Fokus. Die zu EADS gehörende Firma GPT Special Project Management hatte dabei Kommunikationsdienste für die Saudi National Guard bereitgestellt, die die Königsfamilie schützt. „Es ist der Fall, dass sich die SFO das anschaut, aber sie versucht hat, es unter Verschluss zu halten, weil es ein sensibles Thema ist“, sagte eine den Ermittlungen nahestehende Person. Ein EADS-Sprecher erklärte lediglich: „Bestimmte Vorwürfe sind gemacht worden und diese werden genau untersucht.“ rtr

Kiener
-Insolvenzverfahren eröffnet

Aschaffenburg - Drei Monate nach dem Beginn des Prozesses gegen den mutmaßlichen Millionenbetrüger Helmut Kiener ist das Insolvenzverfahren über sein Vermögen eröffnet worden. Um die Ansprüche aller Gläubiger in Europa zu bündeln, habe das Insolvenzgericht Aschaffenburg ein EU-Hauptinsolvenzverfahren eingeleitet, teilte Insolvenzverwalter Tobias Hoefer am Dienstag mit. Damit haben die Gläubiger Kieners die Chance, zumindest einen kleinen Teil ihres Geldes wiederzusehen. Kiener steht seit März wegen Betrugs, Urkundenfälschung sowie Steuerhinterziehung vor Gericht. dpa

Deutsche Wirtschaft legt stark zu
Halle - Die deutsche Wirtschaft wächst nach einer neuen Prognose des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in diesem Jahr kräftiger als erwartet. Mit 3,6 Prozent werde das Bruttoinlandsprodukt 2011 noch einmal so stark zulegen wie 2010, teilte das Institut am Dienstag mit. Im März waren die Experten von einem Wachstum von 3,0 Prozent ausgegangen. Grund für die gestiegenen Erwartungen ist der gute Start ins Jahr 2011. dpa

Bayer verlagert Produktion

München - Bayer lässt sein umsatzstärkstes Medikament künftig ganz beim deutschen Konkurrenten Boehringer Ingelheim produzieren. Der Konzern werde die Herstellung des Multiple-Sklerose-Mittels Betaferon in seinem Werk in den USA im Herbst 2013 einstellen und es dann ausschließlich in Boehringer-Werken in Deutschland und Österreich produzieren lassen, sagte eine Bayer-Sprecherin am Dienstag. Boehringer produziert das Bayer-Mittel schon mehrere Jahre für den europäischen Markt. Kürzlich gab die US-Gesundheitsbehörde FDA grünes Licht, dass das von Boehringer produzierte Betaferon auch in den USA verkauft werden darf. Deshalb will Bayer sein Werk in Kalifornien nun schließen. Der Standort Berlin, an dem Betaferon verpackt wird, ist durch die Verlagerung nicht betroffen. rtr/jmi

Datenklau bei Neckermann

Frankfurt am Main - Hacker haben beim Versandhändler Neckermann.de Daten von 1,2 Millionen Gewinnspielteilnehmern abgegriffen. Den Kriminellen fielen nach Unternehmensangaben vom Dienstag Namen und E-Mail-Adressen von Nutzern vorwiegend aus Deutschland in die Hände. „Unser Hauptserver und damit unser Online-Shop war nicht betroffen“, betonte eine Neckermann-Sprecherin am Dienstag in Frankfurt. Der Angriff sei bereits am vergangenen Donnerstag aufgefallen. Zugeschlagen haben die Hacker nach ersten Erkenntnissen in den Tagen zuvor. Neckermann.de habe umgehend die Sicherheit des Servers verstärkt und die betroffenen Gewinnspielteilnehmer informiert. dpa

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