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Opec will mehr Öl fördern



Singapur - Angesichts der anhaltend hohen Ölpreise erwägt die Opec eine höhere Förderung. Es wäre die erste Anhebung seit 2007. Das Thema werde beim Ministertreffen des Kartells am kommenden Mittwoch eine Rolle spielen, sagte ein Opec-Delegierter am Donnerstag. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) könne ihr Produktionsziel um bis zu 1,5 Millionen Barrel pro Tag anheben. Am wahrscheinlichsten sei eine Erhöhung um eine Million Barrel. „Das würde die Preise dämpfen“, sagte der Delegierte. „Die Ölpreise sind zu hoch, 100 Dollar für Öl erschreckt die Leute.“ Über dieser Marke notiert die Nordsee-Sorte Brent seit Anfang Februar dieses Jahres . rtr

Zahlen aus den USA enttäuschen

Washington Eine Serie schlechter Konjunkturdaten weckt Zweifel an der Stärke des Aufschwungs in den USA. Die Zahl der Jobs in der Privatwirtschaft stieg im Mai so langsam wie seit September 2010 nicht mehr. An diesem Freitag werden die offiziellen Arbeitsmarktdaten für Mai von der Regierung veröffentlicht. Zudem hat sich die Auftragslage der US-Industrie im April verschlechtert. Die Bestellungen sanken im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Prozent, teilte das Handelsministerium mit. Alle Branchen meldeten einen Rückgang. Im März hatte es noch ein kräftiges Plus von 3,8 Prozent gegeben. Führende Vertreter der Notenbank Fed ließen deshalb durchschimmern, dass die Nullzinspolitik noch eine Weile fortgesetzt wird.rtr

Airlines optimistisch

Singapur - Das wachsende Geschäft mit Passagieren und Fracht sorgt eigentlich für gute Stimmung unter den Fluggesellschaften. Doch die hohen Preise für Flugbenzin sind ein Wermutstropfen, wie der Dachverband der Fluggesellschaften IATA am Donnerstag in Singapur berichtete. Die jüngste Gewinnprognose der Branche für das Jahr 2011 in Höhe von insgesamt 8,6 Milliarden Dollar müsse revidiert werden, sagte IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani. Neue Zahlen kündigte er für Montag an, wenn in Singapur die zweitägige Jahrestagung des Verbandes beginnt. Die Zahl der Passagiere stieg im April im Jahresvergleich um 16,5 Prozent – allerdings ist das Ergebnis verzerrt, weil der Luftraum in Europa im April 2010 wegen der Aschewolke aus dem isländischen Vulkan tagelang geschlossen war. In der IATA sind rund 230 Fluggesellschaften organisiert. Sie wickeln 93 Prozent des globalen Luftverkehrs ab. dpa

Gericht bestätigt Glücksspielverbot

Leipzig - Das Bundesverwaltungsgericht hat das Wettverbot im Internet bestätigt. Das im Glücksspielstaatsvertrag verankerte Verbot verstoße weder gegen das Grundgesetz noch gegen EU-Recht, urteilte der 8. Senat in Leipzig. Die Absicht des Gesetzgebers, Jugendliche und Spielsuchtgefährdete vor Glücksspielen zu schützen, sei legitim. Geklagt hatte der Wettanbieter Bwin, der in Sachsen aufgrund einer alten DDR-Lizenz vom April 1990 ein Wettbüro betreibt und dies per Internet auch in Bayern anbieten wollte. Dies wurde ihm von der Regierung in Mittelfranken untersagt, das Bundesverwaltungsgericht hat dies jetzt bestätigt. Die Wettlizenz gelte ausschließlich für den genehmigten Ort, begründeten die Leipziger Richter. Bwin kündigte an, eine Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil einreichen zu wollen. dapd

Ersatzkassen im Plus

Berlin - Während mit der City BKK eine Betriebskrankenkasse zahlungsunfähig wurde, haben die Ersatzkassen insgesamt im ersten Quartal einen Einnahmeüberschuss von 518 Millionen Euro erwirtschaftet. Auch AOK und Innungskrankenkassen (IKK) vermeldeten Gewinne. Der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen, Thomas Ballast, sagte in Berlin: „Das Ergebnis zeigt, dass die Ersatzkassen seriös kalkuliert haben und eine stabile Finanzsituation aufweisen.“ Die Sparmaßnahmen bei Arzneimitteln zeigten ihre Wirkung. Die Ausgaben seien im Arzneimittelbereich gegenüber dem Vorjahr um 4,29 Prozent zurückgegangen, sagte Ballast. Die Einnahmen aus Zusatzbeiträgen beliefen sich auf 127 Millionen Euro. dapd

Staatsanwalt gibt Vatikan-Gelder frei Vatikanstadt - Der Vatikan begrüßt die Freigabe von 23 Millionen Euro gesperrter Gelder der Vatikanbank IOR durch die römische Staatsanwaltschaft. Die Entscheidung bestätige, dass die Bank korrekt arbeite und dass sich der Heilige Stuhl ernsthaft bemühe, die Vorschriften zur Vorbeugung und Verhinderung von Geldwäsche an internationale Standards anzugleichen, erklärte Vatikansprecher Lombardi. Die römische Staatsanwaltschaft hatte zuvor die im September erfolgte Sperrung der IOR-Überweisungen von einem Konto bei der italienischen Bank Credito Artigiano aufgehoben. Grund für die Sperrung war ein Verdacht auf Verstoß gegen internationale Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche gewesen. Die Ermittler warfen dem IOR unzureichende Informationen über Herkunft und Bestimmung vor. KNA

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