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Pleister für Rehm an Soffin-Spitze

Berlin - Der Chefposten beim Bankenrettungsfonds Soffin wird neu besetzt. Künftig soll Christopher Pleister als Sprecher den Leitungsausschuss führen und Hannes Rehm zur Jahresmitte ablösen. Das verlautete am Montag aus Koalitionskreisen in Berlin. Der im Herbst 2008 im Zuge der weltweiten Finanzmarktkrise gegründete Sonderfonds Soffin wird inzwischen von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) verwaltet. Die FMSA ist auch mit der Überwachung der beiden Abwicklungsanstalten („Bad Banks“) beauftragt. Pleister, der zuvor lange Jahre Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken war, gehört seit Februar 2009 dem Leitungsausschuss der Finanzmarktstabilisierungsanstalt an. Dessen Sprecher ist seit 2009 der 68-jährige ehemalige Landesbanker Rehm. Weiteres Mitglied in dem Führungsgremium ist der frühere baden-württembergische CDU-Finanzminister Gerhard Stratthaus. dpa

SPD für Verbraucher-Sammelklagen

Berlin - Die SPD will Verbrauchern Sammelklagen gegen Unternehmen ermöglichen. „Die Menschen müssen sich gemeinsam wehren können“, sagte der stellvertretende Fraktionschef Ulrich Kelber am Montag auf einem verbraucherpolitischen Kongress seiner Partei in Berlin. Kelber sprach sich auch für die Einrichtung von „Watch Dogs“ aus – staatliche oder private Institutionen, die darauf achten sollen, dass Verbraucher auf liberalisierten Märkten fair behandelt werden. hej

Tote Griechen bekommen Rente

Athen - Griechenland zahlt weiterhin Renten an rund 4500 verstorbene Pensionäre – dies hat die Regierung in Athen eingeräumt. Die fehlerhaften Überweisungen kosteten den Staat jährlich fast 16 Millionen Euro, sagte die griechische Arbeitsministerin Louka Katseli der Athener Zeitung „Ta Nea“ am Montag. Die Ministerin erklärte, ihre Behörde nehme jetzt alle 9000 der Fälle „unter die Lupe“, bei denen Menschen über 100 noch Rente kassieren. Das Problem ist der chaotischen Verwaltung des hoch verschuldeten Landes schon seit fast einem Jahr bekannt – in den Griff bekommen hat sie es bisher aber nicht. Bereits im August 2010 hatte die Regierung versichert, der Staat werde juristisch gegen alle vorgehen, die „vergessen hätten“, den Tod ihrer Verwandten zu melden. dpa

Nächste Hacker-Attacke auf Sony

Berlin - Nach dem Riesen-Datenklau lassen Computer-Hacker Sony nicht mehr aus dem Visier. Am Montag gab eine Gruppe an, auch noch in das Netzwerk für Spiele-Entwickler eingedrungen zu sein. Zum Beweis veröffentlichten die Hacker von „Lulz Security“ einen Quellcode im Internet, der nach ihren Angaben vom Sony Computer Entertainment Developer Network stammt. Im Internet kursierten zugleich Gerüchte, dass einer der Hacker in den USA festgenommen worden sei. „Lulz Security“ hatte vergangene Woche Sony die nächste Blamage beschert, als die Hacker in die Website der Filmtochter Sony Pictures einbrachen und dort nach eigenen Angaben Zugriff auf eine Million unverschlüsselte Passwörter hatten. dpa

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