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3,6 Prozent Wachstum möglich

Hamburg/Kiel - Die deutsche Wirtschaft läuft auf Hochtouren, und auch die nähere Zukunft sieht glänzend aus. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) und das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel erhöhten am Donnerstag ihre Vorhersagen für das laufende Jahr deutlich. Das HWWI erwartet nun 3,5 Prozent, das IfW sogar 3,6 Prozent Wachstum. Zuvor lagen die Prognosen um rund einen Prozentpunkt niedriger. Im kommenden Jahr soll die Wirtschaft den Experten zufolge um 2,2 (HWWI) oder 1,6 (IfW) Prozent zulegen. Trends und Tendenzen werden von den Forschern in Hamburg und Kiel ähnlich beurteilt. Demnach ist vor allem die Binnenkonjunktur angesprungen. Die Unternehmen investierten wieder mehr, sie kaufen Maschinen und bauen Gebäude. Das mache allein die Hälfte des Wachstums aus. Auch der private Konsum, der jahrelang schwächelte, nehme um knapp zwei Prozent zu, so die Experten. dpa

Keine Reform der Gewerbesteuer

Berlin - Die seit Jahren angestrebte Reform der Gewerbesteuer ist erneut gescheitert. Bund, Länder und Gemeinden haben sich nach monatelangen Verhandlungen auf keine gemeinsame Position für die abschließende Sitzung der Gemeindefinanzkommission am kommenden Mittwoch verständigen können. Kommunalverbände bestätigten das am Donnerstag. Es werde vermutlich kein gemeinsames Votum geben. Beim Finanzministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Damit dürfte bei der Gewerbesteuer auch in den nächsten Jahren alles beim Alten bleiben. dpa

Eon lässt zwei Akws abgeschaltet

München - Der Energiekonzern Eon verzichtet auf das vorübergehende Wiederanfahren seiner Akw Isar 1 und Unterweser, obwohl diese theoretisch nach Ende des Moratoriums noch einige Wochen laufen könnten. Die Bundesregierung habe deutlich gemacht, „dass die im Zuge des Moratoriums verfügte vorübergehende Stilllegung der sieben ältesten Kernkraftwerke und von Krümmel fortdauern soll, bis ein neues Atomgesetz in Kraft tritt“, erklärte der Konzern am Donnerstag auf Anfrage. Eon werde die beiden Akw daher „auch ohne ausdrückliche Verfügung nicht wieder in Betrieb nehmen“. Merkel hatte am 14. März ein dreimonatiges Moratorium verkündet, im Zuge dessen die sieben ältesten deutschen Akw vom Netz genommen wurden. Das Moratorium endet damit theoretisch Mitte Juni. Mitte Juli, dürfte das geplante Atomgesetz in Kraft treten. AFP

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