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Bibliothekare klagen über Einsparungen in Büchereien



Deutschlands Bibliothekare schlagen Alarm: Bei wachsenden Nutzerzahlen hinkt die finanzielle Ausstattung der etwa 11 000 Bibliotheken hinterher. „Wir sind attraktiv, unsere Lesesäle sind überfüllt und wir erleben einen Zuspruch wie seit zehn Jahren nicht mehr“, sagte der Vorsitzende des Vereins Deutscher Bibliothekare, Ulrich Hohoff, am Dienstag zum Auftakt des 100. Deutschen Bibliothekartags in Berlin. Damit das so bleibe, müsse in die Anschaffung von Büchern, Zeitschriften und digitalen Datenbanken erheblich investiert werden. Betroffen sind den Angaben zufolge die 834 wissenschaftlichen Bibliotheken von Universitäten und Hochschulen sowie die rund 10 000 öffentlichen Büchereien. epd

Studie spricht Zappelphilippen Kreativität zu

Junge Erwachsene, die an der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leiden, scheinen einer Studie zufolge daraus auch Vorteile ziehen zu können. So fanden Wissenschaftler der US-amerikanischen Universität Michigan heraus, dass Studenten mit ADHS kreativer als unbelastete Kommilitonen waren. Das berichtet die in Baierbrunn erscheinende „Apotheken-Umschau“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Die sogenannten Zappelphilippe hätten deutlich mehr Zeit mit Tätigkeiten verbracht, die Fantasie erforderten, wie Malen, Kochen oder Musizieren, ergab die Untersuchung. Sie seien auch besser darin, eigene Ideen zu entwickeln, statt Vorstellungen anderer umzusetzen. Dieses Potenzial sollten Betroffene in die Berufsplanung einbeziehen, raten deshalb die Autoren. KNA

Kranke Mitarbeiter schmälern Wirtschaftsleistung massiv

Mitarbeiter, die trotz Krankheit zur Arbeit gehen, verursachen einer Studie zufolge einen volkswirtschaftlichen Schaden in schwindelerregender Höhe. Der sogenannte Präsentismus - also Präsenz am Arbeitsplatz, obwohl man nicht auskuriert ist - komme die deutschen Unternehmen fast doppelt so teuer zu stehen wie die reinen Fehlzeiten kranker Mitarbeiter, die zu Hause bleiben. Das geht aus einer Studie der Beratungsfirma Booz & Company hervor. So summierten sich pro Jahr die Kosten für die reinen Fehlzeiten von Erkrankten auf 1197 Euro pro Mitarbeiter. Die versteckten Kosten des Präsentismus dagegen lägen bei 2394 Euro. Insgesamt schmälerten kranke Arbeitnehmer das Bruttoinlandsprodukt pro Jahr um fast ein Zehntel. dpa

Mehr als die Hälfte der Studierenden sind auf Nebenjobs angewiesen

Mehr als die Hälfte aller Studierenden finanziert den eigenen Lebensunterhalt während des Studiums durch Nebenjobs. Das geht aus einer Umfrage des Allensbach-Instituts unter knapp 3000 Studierenden im Auftrag des Reemtsma Begabtenförderungswerks hervor. Als wesentlichen Grund nannten die Befragten, sie seien auf das Geld angewiesen oder sie wollten von den Eltern unabhängig sein. Allerdings bewarb sich laut Umfrage nur jeder Fünfte bereits einmal um ein Stipendium; nur sieben Prozent waren dabei erfolgreich. Rund 40 Prozent der Studierenden scheute die Bewerbung auf ein Stipendium aufgrund schlechter Noten. Ein Drittel erklärte, ihr Studium aus anderen Mitteln finanzieren zu können. Als wichtigste Forderung für eine Verbesserung der Studienbedingungen nannten die Befragten die Abschaffung der Studiengebühren gefolgt von einer Aufstockung des Lehrpersonals und einer besseren Ausstattung der Hochschulen. KNA

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