NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Stromnetz am Limit

Weimar/Bonn - Das deutsche Stromnetz arbeitet nach Angaben des Präsidenten der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, derzeit oft am Limit. „Das geht nur, weil die Netzbetreiber immer stärker in die Erzeugung eingreifen. Kraftwerke müssen viel häufiger als in der Vergangenheit hoch- und heruntergefahren werden“, sagte Kurth in Weimar. Die Situation sei wegen der starken Schwankungen von Angebot und Nachfrage bei Strom so angespannt, dass zum Teil geplante Reparaturen verschoben worden seien. Der Ausbau des Netzes sei dringend geboten. dpa

Freihandelszone in Afrika

Johannesburg - Bei einem Gipfeltreffen von 26 afrikanischen Staaten ist die Schaffung einer Freihandelszone FTA von Kairo bis Kapstadt vereinbart worden. Das am Sonntag in Johannesburg unterzeichnete Abkommen ist allerdings nicht das erste Papier, in dem afrikanische Staaten sich zu mehr wirtschaftlicher Zusammenarbeit und Einheit bekennen – bisher ohne große Fortschritte. Bisherige Anstrengungen für eine funktionierende afrikanische Wirtschaftsunion waren an vielen Zollbarrieren und mangelnder Infrastruktur sowie an der politischen Instabilität mancher Länder gescheitert. dpa

Streit um Streik in Tschechien

Prag - Mit einem massiven Streik wollen Eisenbahner, Tram- und Busfahrer in Tschechien am Donnerstag gegen die Reformen der konservativen Regierung protestieren. Rund um die Uhr sollen die Züge stillstehen, auch jene nach Deutschland. Der ursprünglich für Pfingstmontag angekündigte Protest wurde nach einem Gerichtsurteil verschoben. Präsident Vaclav Klaus kritisierte die Gewerkschaften scharf. Die Regierung müsse „viel resoluter“ vorgehen. „Das ist der Missbrauch eines Streiks für politische Ziele“, sagte das Staatsoberhaupt. Das Justizministerium kündigte unterdessen an, das Streikrecht innerhalb der nächsten sechs Monate so einzuschränken, dass öffentliche „Basisdienste“ bei einem Streik in Betrieb bleiben müssten. dpa

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