NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Sarkozy will Spekulanten bremsen

Brüssel - Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat eine Kontrolle der internationalen Rohstoffmärkte und Maßnahmen zur Verhinderung von Spekulationen mit Agrarprodukten gefordert. „Regulierung ist kein Tabuwort“, sagte er am Dienstag bei einer Konferenz über Rohstoffmärkte in Brüssel unter Hinweis auf die Finanzkrise. Dies habe die Welt „an den Abgrund geführt“. An den Agrarmärkten gebe es mittlerweile Preisschwankungen, die einzig darauf beruhten, dass Agrarprodukte zunehmend zur Finanzspekulation genutzt würden. dpa

Atomausstieg kostet Milliarden

Köln/Stuttgart - Der vorgezogene Ausstieg aus der Atomenergie kostet die Industrie nach Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) jedes Jahr fast zwei Milliarden Euro durch höhere Stromkosten. Nach den Beschlüssen der Bundesregierung sollen 2022 die letzten Reaktoren vom Netz gehen, acht Kraftwerke sind schon im März endgültig abgeschaltet worden. Der schnellere Ausstieg habe die Strompreise um knapp ein Cent je Kilowattstunde in die Höhe getrieben, teilte das IW am Dienstag mit. „Die Stromrechnung dürfte um etwa 35 Euro im Jahr steigen“. Parallel hat der stark von der Atomkraft abhängige Versorger EnBW den Reaktorblock Philippsburg II am Dienstag nach mehrwöchigen Revisionsarbeiten wieder angefahren. dpa/rtr



Hartz-IV-Empfänger bleiben zurück

Nürnberg - Für Hartz-IV-Empfänger sind oftmals nur schlecht bezahlte und zeitlich befristete Jobs zu erreichen. Das ist das Ergebnis einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Im Jahr 2008 haben über eine Million Hartz-IV-Bezieher eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen. Knapp die Hälfte von ihnen musste zusätzlich Hartz-IV-Leistungen beziehen, weil sie mit dem Lohn ihren Lebensunterhalt nicht decken konnte. Lediglich 56 Prozent der Hartz-IV-Empfänger, die eine Vollzeitstelle annahmen, konnten damit die Abhängigkeit von Sozialleistungen überwinden. epd

Ericsson kauft in den USA ein

Stockholm - Der schwedische Telekom-Ausrüster Ericsson blättert 1,15 Milliarden Dollar (800 Millionen Euro) für einen Zukauf hin, der Netzbetreibern besseren Service bieten soll. Ericsson übernimmt die US-Firma Telcordia, die unter anderem Software für Rechnungssysteme und Kundenmanagement entwickelt. Solche Dienstleistungen werden für Netzausrüster wie Ericsson oder Nokia Siemens Networks immer wichtiger, weil sie häufig den Betrieb etwa der Mobilfunk-Netze mit übernehmen. dpa

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