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Atomausstieg kostet Milliarden

Berlin - Der von der Bundesregierung geplante Atomausstieg bis zum Jahr 2022 kostet zwischen 35 Milliarden und 74 Milliarden Euro. Das erklärte das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Montag. Die Kosten in Form höherer Strompreise trügen Erzeuger und Verbraucher, dem Staat entgingen Steuereinnahmen und Gewinnabschöpfungen. Das IW warnte vor einem „deutschen Sonderweg“ in der Energiepolitik und der Abwanderung besonders energieintensiver Produktionsbranchen, wie des Fahrzeugbaus, ins Ausland. Der Bundestag stimmt an diesem Donnerstag über die Gesetzesänderung zum Atomausstieg ab.lub

Weniger Firmen gehen pleite

Düsseldorf - Der konjunkturelle Aufschwung hat die Zahl der Firmenpleiten in der ersten Jahreshälfte 2011 kräftig sinken lassen. Dank der stabilen Wirtschaftslage traf die Pleite von Januar bis Ende Juni 11,1 Prozent weniger Firmen als im Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der Privatinsolvenzen ging im ersten Halbjahr 2011 zurück, allerdings weniger stark, sagte der Vorstand des Neusser Wirtschaftsinformationsdienstes Creditreform, Helmut Rödl, am Montag in Düsseldorf. Bis zum Jahresende rechnet Creditreform mit 29 000 bis 31 000 Firmeninsolvenzen. dpa

Staatsanwaltschaft filzt Teldafax

Bonn/Troisdorf Die Staatsanwaltschaft hat am Montag mehrere Geschäftsräume des Energiediscounters Teldafax durchsucht. Gegen die Verantwortlichen der Teldafax Holding GmbH und mehrerer Tochtergesellschaften werde wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung und des gewerbsmäßigen Betruges ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft Bonn am Montag mit. Teldafax hatte am 14. Juni Insolvenz beantragt. Die Staatsanwaltschaft hegt den Verdacht, dass mit den 2008 einsetzenden Strompreiserhöhungen die Teldafax-Kunden nicht mehr profitabel beliefert werden konnten. Ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters wollte zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen. dpa

Kardinal bekommt Wirtschaftspreis

Berlin - Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, erhält den diesjährigen Preis Soziale Marktwirtschaft der Konrad-Adenauer-Stiftung. Das teilte deren Vorsitzender Hans- Gert Pöttering am Montag mit. „Professor Reinhard Marx hat die Dimensionen der Marktwirtschaft, deren Bedingungen und deren Grenzen aufgezeigt“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Marx hatte im Oktober 2008 ein Buch mit dem Titel „Das Kapital“ veröffentlicht. Darin beleuchtet er die Thesen von Karl Marx – mit dem er nicht verwandt ist – aus christlichem Blickwinkel. Der undotierte Preis wird am 7. Dezember in der Paulskirche in Frankfurt am Main verliehen. dpa

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