NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

ADAC hilft so oft wie noch nie

München - Der ADAC ist im vergangenen Jahr so häufig zur Pannenhilfe ausgerückt wie nie zuvor. Insgesamt leisteten die Mechaniker 4,25 Millionen Mal Erste Hilfe an liegengebliebenen Autos und damit fast acht Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie der größte deutsche Automobilclub am Dienstag mitteilte. Hauptgrund dafür war der harte Winter, allerdings warteten viele Autofahrer auch zu lange mit der Inspektion und blieben deshalb liegen. Die Mitgliederzahl wuchs um knapp drei Prozent auf 17,28 Millionen. Damit ist der ADAC weltweit zum zweitgrößten Automobilclub hinter dem amerikanischen AAA aufgerückt. dpa

Gerichtshof stärkt Flugreisende

Luxemburg - Fluggesellschaften, die nach Annullierung eines Fluges die Passagiere nicht wie vorgeschrieben unterstützen, sollen dafür Schadenersatz zahlen. Das forderte am Dienstag die richterliche Rechtsgutachterin beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg, Eleanor Sharpston. Danach ist im Herbst erneut mit einem verbraucherfreundlichen Fluggast-Urteil des EuGH zu rechnen. Die Richter sind zwar nicht an das Gutachten gebunden, sie folgen den Gutachten aber in den allermeisten Fällen (Aktenzeichen C-83/10). Nach der EU-Verordnung zu Fluggastrechten müssen die Fluggesellschaften beispielsweise für Essen und Getränke und bei Bedarf auch für eine Unterkunft sorgen, wenn sich Flüge um mehrere Stunden verspäten. Ab fünf Stunden können Passagiere die Rückerstattung des Flugpreises verlangen. Werden Flüge kurzfristig gestrichen oder müssen Passagiere wegen Überbuchung am Boden bleiben, so steht ihnen unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausgleichsleistung zwischen 250 und 600 Euro zu. Alle Regeln gelten gleichermaßen für Linien-, Charter- und Billigflüge. AFP

Altkanzler Schröder sagt nicht aus

München - Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wird nicht im Kirch-Prozess als Zeuge auftreten. Schröder mache von seinem im Grundgesetz verbrieften Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern, sagte der Vorsitzende Richter Guido Kotschy am Dienstag in München. Zwar bezweifelten die Vertreter des einstigen Medienunternehmers Leo Kirch, dass dies zulässig sei. Sie wollten Schröder zu einem Gespräch mit Rolf Breuer, damals Chef der Deutschen Bank, im Jahr 2002 befragen, bei dem auch die Lage des damals angeschlagenen Kirch- Konzerns Thema gewesen ist. Das Oberlandesgericht München geht aber davon aus, dass Schröder – der zu der Zeit auch Abgeordneter des Deutschen Bundestages war – die Aussage verweigern dürfe. Im Grundgesetz ist im Artikel 47 geregelt, dass Abgeordnete Inhalte von Gesprächen nicht preisgeben müssen. dpa

Teldafax-Verfahren weitet sich aus

Bonn/Troisdorf - Bei den Ermittlungen gegen den pleite gegangenen Energiediscounter Teldafax sind auch ehemalige Vorstände ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Das erklärte der Sprecher der Bonner Staatsanwaltschaft, Friedrich Apostel, am Dienstag. Namen nannte er aber nicht. Nach Informationen des „Handelsblatts“ richtet sich das Verfahren auch gegen den im März abgesetzten Teldafax-Chef Klaus Bath. Zudem stünden der aktuelle Vorstandsvorsitzende Gernot Koch, Finanzchef Matthias Knoll sowie sechs weitere Führungskräfte aus Buchhaltung, Controlling und Marketing auf der Liste der Beschuldigten. Am Montag waren die Geschäftsräume des Unternehmens in Troisdorf und andere Standorte bundesweit durchsucht worden. Ermittelt wird wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung und des gewerbsmäßigen Betrugs. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar