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BayernLB verklagt Ex-Vorstände

München - Nach monatelangen Drohgebärden geht die BayernLB nun gegen ihre ehemaligen Vorstände vor. Noch in dieser Woche will sie eine Klage gegen sämtliche Vorstände einreichen, die 2007 an dem verhängnisvollen Kauf der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria (HGAA) beteiligt waren. Damit will die gebeutelte Bank 200 Millionen Euro eintreiben – wenig, gemessen am Schaden von 3,7 Milliarden Euro. Für Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) geht es aber auch um das Ansehen der bayerischen Staatsregierung. Obwohl vor dem Kauf im Sommer 2007 längst bekannt war, dass die HGAA hochriskante Kredite in ihren Büchern stehen hat, griff der damalige Vorstand der BayernLB zu. Nur mit Hilfe des Freistaats konnte die Bank nach Milliardenverlusten vor dem Kollaps gerettet werden.dpa

EU erwägt Sanktionen gegen Island
Luxemburg - Die EU erwägt Sanktionen gegen den Beitrittskandidaten Island und gegen die Färöer-Inseln, weil diese massiv Makrelen fischen und damit die Bestände gefährden. Bei einem Treffen beschlossen die EU-Landwirtschaftsminister am Dienstag in Luxemburg, die nötigen Maßnahmen rechtlich vorzubereiten, damit man bei Bedarf fertige Sanktionen aus der Schublade ziehen könne. Das sagte EU-Kommissarin Maria Damanaki nach den Gesprächen. Ob und wann diese tatsächlich verhängt würden, blieb aber zunächst offen. Möglich sei ein Verbot für Schiffe aus Island oder von den Färöer-Inseln, an Häfen der Europäischen Union zu ankern, ebenso wie ein Handelsverbot für Makrelen aus dieser Region in der EU. Eine Ausweitung auf andere Fischbestände sei denkbar, sagte ein Diplomat. dpa

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