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Desertec-Chef ruft nach dem Staat



München - Die Wüstensolarstrom-Initiative Desertec hat staatliche Unterstützung aus Deutschland für das Großprojekt gefordert. Ein erstes Pilotprojekt könne ab 2014 Wüstensolarstrom aus Marokko nach Europa liefern, sagte der Chef der Desertec-Industrie-Initiative DII, Paul van Son, dem „Handelsblatt“. Dazu seien aber Investitionen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro notwendig. „Ohne öffentliche Unterstützung wird es nicht gehen.“ Er gehe davon aus, dass Deutschland davon einen Löwenanteil tragen werde. Das Desertec-Projekt soll bis 2050 rund 15 Prozent des europäischen Strombedarfs decken. Dazu sind riesige Solarkraftwerke in Nordafrika geplant. HB

Schenker zieht zum BBI

Frankfurt am Main/Schönefeld - Die Bahn-Tochter Schenker zieht nach eigenen Angaben als einer der ersten Logistikanbieter auf den künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld. Die bisherige Berliner Geschäftsstelle werde im April 2012 in das neue Luftfrachtzentrum umziehen, teilte ein Sprecher am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. In knapp einem Jahr könnten vier Lagerstandorte im Großraum Berlin ihre Kapazitäten in dem neuen Frachtgebäude bündeln. Die DB Schenker Logistics hat sich den Angaben zufolge eine rund 1000 Quadratmeter große Büro- und Lagerfläche in dem neuen Luftfrachtzentrum in Schönefeld reserviert. Insgesamt stehen dort 12000 Quadratmeter zur Verfügung. Der neue Flughafen soll im Juni 2012 eröffnet werden. dapd

Air Berlin klagt wegen Aschewolke

Darmstadt - Wegen des Flugverbots aufgrund der Aschewolke im Mai dieses Jahres haben die Fluggesellschaften Air Berlin und Condor Klage gegen die Bundesrepublik eingereicht. Bereits am 24. Juni sei die Klage bei Gericht eingegangen, sagte am Mittwoch ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Darmstadt. In der Klage gehe es um „eine Mitteilung per E-Mail der Deutschen Flugsicherung zum Flugverbot“, sagte er. Details zu der Klage gebe es derzeit noch nicht, da die Fluggesellschaften diese noch nicht umfänglich begründet hätten. Sobald dies geschehen sei, müsse die DFS Stellung beziehen. Danach entscheide das Gericht, wie es weitergehe. Aufgrund einer Aschewolke aus dem isländischen Vulkan Grimsvötn hatte das Staatsunternehmen am 25. Mai den Luftraum über Teilen Deutschlands für mehrere Stunden gesperrt. AFP

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