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Bayer verliert Pillen-Patent



München - Herber Rückschlag für Deutschlands größten Pharmakonzern Bayer. Das Europäische Patentamt hat das Patent für Bayers Anti-Baby-Pillen der Produktfamilie Yasmin und Yaz aufgehoben, wie das Leverkusener Unternehmen mitteilte. Dem Konzern droht damit nach den USA nun auch in Europa Konkurrenz von Herstellern billiger Nachahmermedikamente. Das Verhütungsmittel ist Bayers zweitumsatzstärkstes Produkt nach dem Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon. Bayer hat mit dem Verhütungsmittel 2010 Umsätze von 1,1 Milliarden Euro eingefahren. Geklagt hatte die Novartis-Tochter Hexal. rtr

RWE erwägt Gazprom-Beteiligung

Essen - RWE-Chef Jürgen Großmann erwägt eine weitreichende Verknüpfung seines Konzerns mit dem russischen Gasgiganten Gazprom. Auch eine strategische Beteiligung von Gazprom an RWE oder RWE-Töchtern und sogar eine Rolle der Russen als „Ankeraktionäre“ in dem Essener Konzern seien für Großmann denkbar, berichtete der „Spiegel“, ohne dafür eine Quelle zu nennen. Der RWE-Chef habe darüber am Freitag in Paris mit Gazprom-Boss Alexej Miller gesprochen. Eine RWE-Sprecherin nannte den Bericht spekulativ und wollte ihn nicht weiter kommentieren. dpa

Inflation in China steigt dramatisch

Peking - China bekommt die Inflation nicht in den Griff. Die Preissteigerungen erreichten im Juni mit 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat den höchsten Stand seit drei Jahren. Vor allem die Nahrungsmittelpreise legten um 14,4 Prozent zu, wie das Statistikamt am Samstag in Peking berichtete. Auch die Erzeugerpreise stiegen um 7,1 Prozent. Trotz aller Bremsmanöver hat sich damit die Inflation in China schneller als erwartet beschleunigt. Die Regierung geht inzwischen davon aus, dass das Jahresziel von vier Prozent Inflation nicht erreicht werden dürfte. dpa

Berlusconi-Konzern verurteilt

Mailand - Der vom italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kontrollierte Fininvest-Konzern muss seinem Rivalen CIR rund 560 Millionen Euro zahlen. Dies entschied in letzter Instanz ein Berufungsgericht in Mailand, wie italienische Medien am Samstag berichteten. Hintergrund ist der auf das Jahr 1991 zurückgehende Kampf um das Unternehmen Mondadori zwischen dem damals noch von Berlusconi selbst geleiteten Fininvest-Konzern und der CIR- Holding. Berlusconi wurde damals vom römischen Berufungsgericht die Kontrolle über Mondadori zugesprochen. Nach einem Strafurteil von 2007 bestach er jedoch einen Richter, um zum Ziel zu kommen. dpa

Internetkonzern will an die Börse

New York - Die Liste der blutjungen Internetfirmen, die an die Börse streben wird länger. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ und des TV-Senders CNBC vom Freitag zieht es nun auch die Schnäppchen-Website Living-Social aufs Parkett. Demnach will der Groupon-Rivale rund eine Milliarde Dollar über Aktienverkäufe einsammeln. Die Zeitung berief sich in ihrem Bericht auf eingeweihte Personen. Am Ende soll das Unternehmen inklusive der Aktien, die bei den Alteigentümern verbleiben, einen Börsenwert von zehn bis 15 Milliarden Dollar erreichen. dpa

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