NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

„Atomstrom ersetzt Atomstrom“



Düsseldorf - Vom deutschen Atomausstieg profitieren nach Einschätzung der Kohlenimporteure bisher vor allem Kernkraftwerke im Ausland. Auch Solaranlagenbetreiber gehörten derzeit zu den Gewinnern des Atomausstiegs, erklärte der Verein der Kohlenimporteure am Montag. Erst im Herbst und Winter dürfte die Nachfrage nach Strom aus Steinkohle spürbar steigen, weil dann französische Kernkraftwerke erfahrungsgemäß den Export zurückfahren. Der deutsche Bedarf an Steinkohle werde 2011 um zwei bis drei Millionen Tonnen zunehmen – und damit geringer als vielfach mit Blick auf den Atomausstieg erwartet worden war. 2010 lag der Steinkohlebedarf Deutschlands den Angaben zufolge bei 58 Millionen Tonnen. dpa

Krisenfonds ESM unterzeichnet

Brüssel - Der neue, dauerhafte Krisenfonds für wackelnde Eurostaaten ESM ist nun auch offiziell besiegelt. Die Finanzminister der 17 Euro-Länder unterzeichneten am Montag in Brüssel den Vertrag zur Schaffung des Fonds, teilte das griechische Finanzministerium am Rande des Ministertreffens mit. Der ESM soll zum 1. Juli 2013 die derzeitige europäische Finanzfeuerwehr EFSF ablösen. Der Fonds wird eine Kapitalausstattung von 700 Milliarden Euro haben, von denen 80 Milliarden bar eingezahlt werden.dpa

Berliner verdienen etwas mehr

Berlin/Potsdam - Die durchschnittlichen Reallöhne in Berlin und Brandenburg sind im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Während der Zuwachs in Brandenburg bei 0,7 Prozent lag, verbuchten Arbeitnehmer in Berlin 1,1 Prozent mehr Einkommen, wie das Statistische Landesamt am Montag mitteilte. Dabei sei der Anstieg der Verbraucherpreise eingerechnet. Demnach lag der monatliche Durchschnittsverdienst in Brandenburg in den ersten drei Monaten des Jahres einschließlich Sonderzahlungen bei 2344 Euro brutto. In Berlin erhielt ein Arbeitnehmer pro Monat im Durchschnitt 2739 Euro brutto. dapd

Reallöhne in Europa sinken

Düsseldorf - In zwei von drei EU-Ländern müssen Arbeitnehmer in diesem Jahr mit Reallohnverlusten rechnen. Im EU-Schnitt würden die Löhne voraussichtlich um 0,8 Prozent sinken, lautet das Ergebnis einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Deutschland belege mit einem minimalen Lohnwachstum um 0,1 Prozent den neunten Platz in der Rangfolge der 27 Mitgliedsländer. Das WSI hat für seinen europäischen Tarifbericht die aktuellen Wirtschaftsprognosen der EU-Kommission ausgewertet. Demnach ist in 18 der 27 Länder mit Reallohnverlusten zu rechnen. Hauptgründe dafür seien Preissteigerungen bei vergleichsweise schwachen Lohnzuwächsen. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar