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Chef der Bundesagentur für Arbeit plädiert für Mindestlöhne



Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, hat sich für Mindestlöhne ausgesprochen. „Eine Sicherung nach unten ist richtig“, sagte er in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit „Zeit Online“. Ein Grund dafür sei die wachsende Unsicherheit am Arbeitsmarkt: „Die Auftragseingänge werden stärker schwanken, es wird schneller entlassen und eingestellt.“ Jeder zweite Job beginne heute mit einem befristeten Vertrag. Wenn man wolle, dass die Menschen heute etwas mehr Sicherheit genießen, könne eine Linie nach unten sinnvoll sein. Wer derzeit keine Arbeit finde, der habe ein Problem. Wenn es am ersten Arbeitsmarkt nicht klappe, „muss es halt der zweite oder dritte Arbeitsmarkt sein“, so Weise. AFP

Nur wenige Bewerber sind für anonyme Unterlagen

Vor einem halben Jahr startete auf Initiative der Antidiskriminierungsstelle des Bundes der Testlauf für anonyme Bewerbungen. Verschiedene Arbeitgeber nutzen das Pilotprojekt, um die Bewerbung ohne Angabe von Name, Alter, Herkunft, Geschlecht oder Familienstand zu testen und eine Diskriminierung in der Kandidatenauswahl zu vermeiden. Fragt man jedoch die Bewerber zur anonymen Kandidatenauswahl, bewerten sie die Initiative aktuell eher verhalten. So ergab die Studie „Bewerbungspraxis 2011“ des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) in Zusammenarbeit mit dem Karriereportal Monster.de, dass nur rund 13 Prozent der Bewerber meinen, dass Unternehmen in Zukunft nur noch anonymisierte Bewerbungen akzeptieren sollten. 11,7 Prozent der Befragten sehen ihre eigenen Chancen im Auswahlverfahren dadurch verbessert. Tsp

Berufswunsch hängt von

den Hormonen ab

Das Berufsinteresse liegt schon in der Wiege. Psychologen der Universität Konstanz konnten einen Zusammenhang zwischen dem vorgeburtlichen Hormonspiegel und den späteren beruflichen Interessen nachweisen, wie die Hochschule am Freitag mitteilte. Die Ergebnisse einer Studie mit knapp 9000 Teilnehmern zeigen, dass ein hoher vorgeburtlicher Testosteronspiegel mit großem Interesse an technischen Fragestellungen verbunden ist, während ein niedriger Spiegel zu einem großen Interesse am Umgang mit anderen Menschen und sozialen Fragestellungen führt. Der Zusammenhang lasse sich „in signifikanter Höhe nachweisen“, so die Wissenschaftler Benedikt Hell und Katja Päßler. Die Forscher sehen die Vorurteile über technisch ausgerichtete Männer und sozial engagierte Frauen bestätigt. Die Ergebnisse ließen aber keine Rückschluss auf den Einzelfall zu. kna

Krankenschwestern und -pfleger

sind sehr gesucht

Fast zwei Drittel (61,6 Prozent) aller Stellenangebote im Pflegebereich entfallen auf Krankenschwestern und -pfleger. Ein Viertel aller Angebote richtet sich an Altenpfleger (24,3 Prozent). Das geht aus einer Studie der Dekra Akademie in Stuttgart hervor. Weniger häufig werden Kranken- und Altenpflegehelfer gesucht (14,1 Prozent). Für die Studie wurden 10 558 Stellenangebote aus 13 deutschen Tageszeitungen und zwei Online-Börsen an einem Stichtag analysiert. Auf der Liste der Top Ten der am häufigsten gesuchten Berufe liegen Krankenschwestern und -pfleger auf Platz 6. Vor ihnen lagen Service-Mitarbeiter, Elektro-Ingenieure, Arzthelfer und Zahnarzthelfer, Kundenbetreuer und Software-Entwickler. dpa

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