NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Neues Zugleitsystem kommt später

Berlin - Die Bundesregierung will die vorgesehene Einführung des europäischen Zugleitsystems ETCS im deutschen Schienennetz wegen der milliardenschweren Kosten verschieben. Bei Neu- und Ausbauprojekten werde die Technik selbstverständlich eingeplant, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums am Montag. Insgesamt müssten bei Investitionen ins Netz jedoch Prioritäten gesetzt werden. Generell solle weiter gewährleistet werden, dass ausländische Züge über die Grenzen hinweg durch Deutschland rollen könnten. Berlin soll vier wichtige Korridore mit ETCS ausstatten. Dafür wird mit Kosten von rund 4,5 Milliarden Euro kalkuliert. dpa

Chinesen kaufen in Afrika zu

Sydney - Erneut greift ein chinesischer Konzern nach Rohstoffvorkommen in Afrika, um den immensen Bedarf des Landes zu decken. Bergbaukonzern Hanlong Mining of China will den afrikanischen Eisenerz-Förderer Sundance Resources für umgerechnet 1,1 Milliarden Euro komplett kaufen. Hanlong ist mit 18,6 Prozent bereits Mehrheitseigner von Sundance. Der Eisenerzkonzern braucht rund 3,4 Milliarden Euro, um ein Projekt im Kongo und Kamerun zu finanzieren und hat bereits Ausschau nach Investoren aus China gehalten. Das Angebot sieht Sundance allerdings als zu niedrig an. rtr

Selbstauskünfte sind oft fehlerhaft

Berlin - Auskunfteien erteilten Verbrauchern auf deren Anfrage oft unzureichende, unverständliche und veraltete Informationen. Dies ergab eine nicht repräsentative Onlinebefragung von 1531 Verbrauchern, die der Bundesverband der Verbraucherzentralen durchführte. Demnach habe das Recht auf kostenlose Selbstauskunft bei Auskunfteien noch nicht zu der gewünschten Transparenz geführt. So fühlten sich 60 Prozent der Befragten von den Auskunfteien nicht ausreichend informiert, da deren Antworten unverständlich gewesen seien. 51 Prozent entdeckten in den Mitteilungen falsche oder veraltete Daten. Zudem bezahlten 15 Prozent für die Auskünfte, obwohl diese laut Gesetz im Regelfall kostenlos sind. AFP

Internethandel wächst

Berlin - Deutschlands Verbraucher haben einer Studie zufolge allein von April bis Juni dieses Jahres fast acht Milliarden Euro im Internet ausgegeben. Im zweiten Quartal erzielten Online- und Versandhändler einen Umsatz von 7,96 Milliarden Euro, wie der Bundesverband des Deutschen Versandhandels am Montag in Berlin mitteilte. Das Ergebnis sei besonders erfreulich, weil das zweite Quartal normalerweise immer ein wenig umsatzschwächer ausfalle, erklärte Verbands-Geschäftsführer Christoph Wenk- Fischer. Für das gesamte Jahr rechnet der Verband mit einem Umsatz von 32,4 Milliarden Euro, das wären rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr. AFP

Weltbild legt zu

Augsburg - Die Verlagsgruppe Weltbild meldet ihr bestes Ergebnis seit fünf Jahren. In einer am Montag in Augsburg veröffentlichten Mitteilung zum Abschluss des Geschäftsjahrs 2010/2011 machte das katholische Medienunternehmen zum Gewinn traditionell keine näheren Angaben. Der Umsatz lag mit fast 1,66 Milliarden Euro leicht über dem Vorjahresniveau. Weltbild beschäftigt nach eigenen Angaben 6400 Mitarbeiter, rund 100 weniger als im Vorjahr. KNA

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