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Arbeitslosigkeit im Juli gestiegen

Nürnberg - Die einsetzende Sommerflaute hat nach Einschätzung von Experten die Zahl der Arbeitslosen im Juli wieder leicht steigen lassen. Die saisonale Sonderentwicklung dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Arbeitsmarkt in der Bundesrepublik weiter in guter Verfassung sei, betonten Volkswirte mehrerer deutscher Großbanken am Montag in einer dpa-Umfrage. Die Griechenland- und Euro-Krise wirke sich dort bislang kaum aus. Nach Berechnungen der Experten waren im Juli rund 2,94 Millionen Menschen arbeitslos – etwa 45 000 mehr als im Juni. Der Juli-Anstieg würde sich damit aber im Schnitt der vergangenen drei Jahre bewegen. Die offiziellen Juli-Zahlen will die Bundesagentur am Donnerstag bekanntgeben. dpa

Mehr Jobs in der Gastronomie

Nürnberg/Berlin - Der Wirtschaftsaufschwung hat nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) auch in der Gastronomie neue Jobs entstehen lassen – sogar in größerem Umfang als in der übrigen Wirtschaft. Während die Zahl aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im vergangenen Jahr um zwei Prozent gewachsen sei, habe der entsprechende Wert im Hotel- und Gaststättengewerbe um 2,9 Prozent zugenommen, erläuterte ein BA-Sprecher am Montag. Insgesamt sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Gastronomie im Jahr 2010 um 7085 auf knapp 252 000 gestiegen. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband führte den Beschäftigungszuwachs am Montag auch auf die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen zurück. dpa

Lanxess erhält Kredit für Forschung

Frankfurt am Main - Der Chemiekonzern Lanxess hat sich von der Förderbank der Europäischen Union einen Kreditrahmen über 200 Millionen Euro gesichert. Mit der Zusage der Europäischen Investitionsbank (EIB) werde die Forschung in Deutschland unterstützt, teilte Lanxess am Montag mit. Der von der Förderbank mit Sitz in Luxemburg erteilte Kreditrahmen habe eine Laufzeit bis zu sieben Jahren. Damit profitiere der Konzern von günstigen Konditionen und stelle seine Finanzierung auf eine breitere Basis. Lanxess hatte im vergangenen Jahr 116 Millionen Euro in seine Forschung gesteckt, das war ein Plus von 15 Prozent. Für dieses Jahr peilt das Unternehmen eine weitere Steigerung um erneut 15 Prozent auf dann mehr als 130 Millionen Euro an. Davon sollen etwa 80 Prozent in Deutschland investiert werden. rtr

Eon setzt auf Russland

Moskau - Der größte deutsche Energiekonzern Eon hat inmitten deutsch-russischer Gespräche über eine engere Zusammenarbeit auf dem Energiesektor zwei Wärmekraftwerksblöcke in Russland gebaut. Die rund 800 Millionen Euro teuren Stromanlagen hätten eine Gesamtkapazität von 800 Megawatt, teilte Eon mit. Der Strom wird hauptsächlich an zwei russische Ölunternehmen geliefert. „Dies ist unser Beitrag zur Modernisierung des russischen Energiesektors“, sagte Eon-Vorstandsmitglied Bernhard Reutersberg am Montag bei der Zeremonie in Westsibirien. Angesichts des Atomausstiegs der Bundesregierung setzen die deutschen Stromkonzerne wie auch der Eon-Konkurrent RWE verstärkt auf eine Zusammenarbeit mit Unternehmen aus dem rohstoffreichen Russland. dpa

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