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Osteuropäische Zuwanderer arbeiten meist im Westen



Die seit dem ersten Mai geltende uneingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit hat dazu geführt, dass die Anzahl der Beschäftigten mit Herkunft aus Polen, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland oder Litauen um 24 000 angestiegen ist. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in einer ersten Bilanz bis zum 31. Mai mit. Insgesamt erhielten 9000 der Zugewanderten einen Job als geringfügig Beschäftigte, 15 000 fanden eine sozialversicherungspflichtige Arbeit. Becker erklärte, die Zuwanderer stellten „keine nennenswerte Konkurrenz für heimische Arbeitslose dar“. Von den Zugezogenen fanden 85 Prozent einen Job in den alten Bundesländern. Den stärksten Anstieg gab es mit 4700 in Bayern. AFP

Deutsche haben selten

behinderte Kollegen

Nur wenige Deutsche arbeiten mit körperlich oder geistig behinderten Kollegen zusammen. Laut einer repräsentativen GfK-Umfrage betrifft dies nur 13 Prozent der Beschäftigten. 12 Prozent der Berufstätigen treffen durch ihren Beruf auf behinderte Patienten oder Kunden. In der Schule oder während der Ausbildung haben 10 Prozent Kontakt zu behinderten Mitschülern, Azubis oder Studenten. Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern sind in Deutschland gesetzlich verpflichtet, fünf Prozent der Arbeitsplätze mit behinderten Menschen zu besetzen. Wird dies nicht erfüllt, müssen die Unternehmen eine Ausgleichsabgabe zahlen. An der Umfrage im Auftrag der Zeitschrift „Apotheken Umschau“ nahmen 1956 Personen ab 14 Jahren teil. dpa

Ältere Menschen finden heute leichter Jobs

Die Chancen älterer Menschen auf einen Arbeitsplatz sind nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit derzeit so groß wie nie zuvor. Pro Quartal fänden derzeit in Deutschland etwa 100 000 Frauen und Männer ab 55 Jahren einen neuen Job, berichtete das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt. Wichtig sei es, den älteren Arbeitssuchenden konkrete Angebote zu machen und Mobilitätshindernisse zu beseitigen, fügte er hinzu. Dazu sei es erforderlich, das knappe Budget der Bundesagentur möglichst effektiv einzusetzen sowie für eine bessere Mittelausstattung der Bundesagentur zu kämpfen, betonte Alt. Unzufrieden zeigte sich Alt damit, dass bislang nur etwa jeder dritte Grundsicherungsempfänger, der eine Weiterbildungsmaßnahme absolviert, danach auch einen Job findet. epd

Der Öffentliche Dienst beschäftigt fast 39 000 Mitarbeiter mehr

Die Zahl der Beschäftigten bei Bund, Ländern und Gemeinden ist auf annähernd 4,6 Millionen gestiegen. Dies teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Begründet wurde dies vor allem damit, dass es mehr neue Stellen an Universitäten, Schulen und Kindertagesstätten gab. Allerdings waren viele neue Arbeitsverhältnisse nur befristet. Ende Juni 2010 zählte der Öffentliche Dienst insgesamt 4,59 Millionen Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorjahr waren dies 38 600 Menschen mehr (+0,8 Prozent). Damit stieg die Zahl der Arbeiter, Angestellten, Beamten oder Soldaten im Öffentlichen Dienst zum zweiten Mal in Folge. Zuvor war sie seit Beginn der 90er Jahre stetig gesunken. Auch der Trend zu Teilzeitbeschäftigung setze sich nach Angaben der Statistiker fort. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg um 52 800 (+3,7 Prozent). dpa

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