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Industrie verliert an Schwung

Düsseldorf - Der deutschen Industrie geht im Aufschwung zunehmend die Puste aus. Erstmals seit rund zwei Jahren verbuchte sie im Juli ein Auftragsminus. In den 17 Euro-Ländern kam das Wachstum sogar fast zum Stillstand, wie aus einer am Montag veröffentlichten Markit-Umfrage unter rund 3000 Firmen hervorgeht. Der Einkaufsmanagerindex sank um 1,6 auf 50,4 Zähler und lag damit nur noch minimal über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Das Barometer für die hiesige Industrie sank um 2,6 auf 52 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Oktober 2009. Auch bei den Maschinen- und Anlagenbauern sind die zweistelligen Wachstumsraten vorbei. „Das Schuldenthema macht uns zu schaffen, mehr als der starke Euro“, sagte Konjunktur-Experte Olaf Wortmann vom Branchenverband VDMA. dpa

EU überprüft Portugal

Lissabon - Erstmals seit der Auszahlung internationaler Hilfen überprüfen die Europäische Union (EU) und der Internationale Währungsfonds (IWF) die Fortschritte Portugals bei seiner Sanierung. Eine Delegation der EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Fonds begann am Montag mit der Kontrolle des Programms, das die Regierung in Lissabon als Gegenleistung für die internationalen Kredite zugesagt hat. Die Experten klären damit, ob Portugal die Voraussetzungen für die Auszahlung der zweiten Hilfstranche aus dem im Mai vereinbarten 78 Milliarden Euro schweren Rettungspaket erfüllt. rtr

Biosprit E10 bleibt unbeliebt

Frankfurt am Main/Berlin - Die deutschen Autofahrer lehnen die neue Kraftstoffsorte E10 auch fünf Monate nach der Einführung mit großer Mehrheit ab – zuletzt zog der Absatz aber immerhin etwas an. Im Juni griff nur rund jeder siebte Tankstellenkunde nach dem umstrittenen Sprit mit erhöhtem Bioethanol-Anteil von zehn Prozent. Geschätzte 13,9 Prozent entschieden sich für E10, wie der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) am Montag mitteilte. Im Februar waren es demnach 8 Prozent gewesen, im März 10,2 Prozent, im April 9,2 Prozent und im Mai 9,3 Prozent.dpa

Jeder Zweite surft privat im Job

Berlin - Jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland geht bei der Arbeit einer Umfrage zufolge privat ins Internet. Frauen tun dies öfter als Männer, wie eine am Montag veröffentlichte Umfrage des Branchenverbandes Bitkom ergab. Demnach surfen 55 Prozent der weiblichen und 48 Prozent der männlichen Beschäftigten während der Arbeitszeit privat. Knapp die Hälfte liest oder schreibt E-Mails. Ein Viertel sucht nach Informationen für private Zwecke, ein Fünftel kauft online ein oder erledigt Buchungen. Gut jeder Zehnte besucht demnach Online-Netzwerke wie Facebook. AFP

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