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Regierung öffnet Fernbus-Markt

Berlin - Für Reisen zwischen deutschen Städten sollen Fahrgäste bald bundesweit in Fernbusse steigen können – als neue Konkurrenz zu Pkw, Bahn und Billigfliegern. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch eine weitgehende Freigabe des innerdeutschen Linienverkehrs, der seit rund 70 Jahren streng beschränkt ist. „Wir befreien den Markt für Fernbusreisen von seinen Fesseln“, sagte Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Reisende sollten über längere Strecken günstig und umweltfreundlich Bus fahren können statt jeweils einzeln in Personenwagen. Die Busbranche und die Verbraucherzentralen begrüßten die Pläne. Die neuen Regeln sollen 2012 in Kraft treten. Nach dem Personenbeförderungsgesetz ist für nationale Fernbuslinien eine Genehmigung nötig. Sie wird bisher meist nicht erteilt, wenn es parallel eine Bahnverbindung gibt – mit Ausnahme des einst eingemauerten Berlin und Touren ins Ausland.dpa

Schwarzfahren 2.0

Hamburg - Schwarzfahrer haben soziale Netzwerke im Internet als Frühwarnsystem für Fahrkartenkontrollen entdeckt. In Hamburg sorgt derzeit eine Facebook-Gruppe „Schwarzfahren Hamburg“ für Schlagzeilen, die bereits mehr als 6300 Mitglieder hat, die sich über die Bewegungen von Fahrscheinprüfern in S- und U-Bahnen sowie Bussen informieren. Eine ähnliche Facebook-Gruppe in München („MVV Blitzer“) hat 13 700 Unterstützer. Auch in Berlin existiert eine Gemeinschaft namens „Schwarzfahren Berlin“. Die Hamburger Gruppe ist seit Dezember vergangenen Jahres aktiv und verbreitet Kurzmitteilungen von Mitgliedern, die auf der Fahrt Kontrolleure entdecken und andere warnen wollen. Die Münchner Schwarzfahrer-Vereinigung, die seit März dieses Jahres besteht, verschickt Meldungen über den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter.AFP

HRE-Rettung könnte teurer werden

München - Die Rettung der verstaatlichten Hypo Real Estate (HRE) wird nach Einschätzung des Bankenexperten Dirk Schiereck für die Steuerzahler sehr viel teurer als bisher bekannt. Wie das Magazin „Stern“ berichtet, rechnet der Professor von der TU Darmstadt bei den risikobehafteten Vermögenswerten und Wertpapieren, die von der HRE an deren „Bad Bank“ FMS Wertmanagement ausgelagert wurden, mit einem Ausfallrisiko von etwa 50 Milliarden Euro. Verluste werden fast vollständig vom staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin übernommen. Auf die Schätzung kam Schiereck auf Basis des vertraulichen Abwicklungsplans der FMS Wertmanagement. Sie wollte den Bericht am Mittwoch nicht kommentieren. Das Bundesfinanzministerium ging bisher davon aus, dass die Verluste der FMS Wertmanagement mit der bisherigen Rückstellungssumme von 3,87 Milliarden Euro abgedeckt seien. dpa

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