NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Das Handwerk wirbt kaum Lehrlinge mit Migrationshintergrund an

Das deutsche Handwerk bildet nach Ansicht von Gerhard Bosch zu wenige Lehrlinge mit Migrationshintergrund aus. Der Arbeitssoziologe vom Institut für Soziologie an der Universität Duisburg-Essen sagte am Freitag im Deutschlandradio Kultur, der Anteil ausländischer Auszubildender sei in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Er halte das für ein großes Problem. Das Handwerk habe große Schwierigkeiten, junge Ausländer anzuwerben. Zur Begründung sagte Bosch, Handwerker seien in Kammern und Gilden stark organisiert und die Meister in den traditionellen Strukturen der deutschen Gesellschaft stark verankert. Der Arbeitssoziologe unterstrich: „Ich glaube, da muss eine Kulturänderung im Handwerk stattfinden.“ Er hoffe, dass eine neue Generation heranwachse, denn „die Zukunft des Handwerks liegt sicher auch bei den jungen Ausländern“. epd

Deutsche erwarten im Schnitt

2,5 Prozent mehr Lohn

Die Deutschen halten angesichts der aktuellen Wirtschaftslage im Durchschnitt einen Lohnzuwachs von 2,5 Prozent für angemessen. Das berichtet das in München erscheinende „vbw Unternehmermagazin“ in München in seiner August-Ausgabe unter Berufung auf eine Umfrage der Hamburger Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung. Den Angaben zufolge sank der Anteil der Befürworter einer Nullrunde: Nur noch 24 Prozent der Befragten hätten sich gegen eine Lohnerhöhung ausgesprochen. Zum Vergleich: Im Dezember 2009 votierten 39 Prozent gegen mehr Lohn. epd

Immer weniger Jugendliche

wollen Landwirt werden

Die Arbeit auf dem Land in Brandenburg ist nicht sehr begehrt. Immer seltener findet sich geeigneter Nachwuchs für den „grünen Beruf“, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab. Zahlreiche Lehrstellen bleiben unbesetzt: Im Schuljahr 2010/2011 gab es im Land nach Angaben des Potsdamer Landwirtschaftsministeriums 2410 Auszubildende in allen drei Lehrjahren. Fünf Jahre zuvor waren es 3362. In der Brandenburger Agrarbranche arbeiten derzeit rund 34 000 Menschen. Bei Familienbetrieben gelingt es noch, den Nachwuchs für das Unternehmen aus den eigenen Reihen zu gewinnen, wie der Sprecher des Agrarministeriums, Jens-Uwe Schade, sagte. „Es wird aber schwieriger.“ Die Landesregierung informiert jetzt auf ihrer Webseite über die Ausbildungswege. Internet: www.mil.brandenburg.de/sixcms/detail.php/443977.dpa

Brandenburg will Pflegeberufe

mit Hochschulangeboten aufwerten

In Brandenburg soll die Ausbildung von Pflegepersonal mit neuen akademischen Angeboten gefördert werden. Die Landesregierung plane mehrerer Fachhochschul-Studiengänge für Pflege- und Gesundheitsberufe, teilt die Staatskanzlei in Potsdam mit. Ziel sei, damit den Bedarf an Lehrkräften für die Fachschulen des Gesundheitswesens und die Altenpflegeschulen zu decken. Die Ausbildung junger Leute in Pflegepädagogik, Gesundheitsmanagement und Therapiewissenschaften sei ein „wichtiger Eckpfeiler einer vorausschauenden Daseinsvorsorge“, sagte Wissenschaftsstaatssekretär Martin Gorholt (SPD). Die Studiengänge sollen demnach auch zur Ausbildung von Leitungspersonal für Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen dienen. Eine akademische Ausbildung werde etwa in der Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie immer wichtiger.epd

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben