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Frauen ziehen in die Aufsichtsräte der Konzerne ein

In den Aufsichtsräten der großen deutschen Konzerne gibt es immer mehr Frauen. Bei zahlreichen Unternehmen der ersten Börsenliga von Daimler über die Metro bis zu Volkswagen zogen in den vergangenen Monaten Frauen in das Kontrollgremium ein. Im Aufsichtsrat der Deutschen Bank sind heute sieben von 20 Aufsichtsräten weiblich. Selbst in klassischen Männerdomänen wachen nun auch Frauen über die Arbeit des Vorstandes: Bei dem Lastwagenhersteller MAN gehört seit Ende Juni die Generalsekretärin der Internationalen Handelskammer Berlin, Angelika Pohlenz, zum Aufsichtsrat. VW hat mit der schwedischen Bankmanagerin Annika Falkengren erstmals seit 40 Jahren wieder eine Frau in dem Gremium, die die Interessen der Aktionäre bei Volkswagen vertritt. dpa

Bewerber beschönigen vor allem Sprachkenntnisse

Perfekte Englischkenntnisse, Führungsverantwortung, imposante Auslandserfahrung – ein Großteil der Finance- und Human Resources-Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz nehmen die Angaben im Lebenslauf nicht für bare Münze. Insbesondere bei Sprach- und Softwarekenntnissen und den Gründen für den Jobwechsel sind Personalverantwortliche skeptisch. Dies ist ein Ergebnis der Studie Workplace Survey, für die der Personaldienstleister Robert Half über 2400 Personal- und Finanzexperten in 13 Ländern befragt hat. Tsp

Ausländer werden in Deutschland selten Chef

Ausländische Manager haben es schwer beim Aufstieg in die Führungsetage deutscher Unternehmen. Nach einer Studie des Allensbach-Instituts kommen nur sechs Prozent der Topmanager aus dem Ausland. Bei Firmen mit mehr als 1000 Beschäftigten sind es zehn Prozent, bei kleinen liege die Quote nur bei drei bis fünf Prozent. Das ergab eine Studie, die die Personalberatung Penning Consulting in Auftrag gab. Der demografische Wandel führe dazu, dass oft qualifizierte Fachkräfte fehlten, sagt der Gründer der Personalberatung, Stephan Penning. Deshalb sollten mehr exzellente Bewerber aus dem Ausland angelockt werden.dpa

Das Handwerk bildet mehr Azubis mit Migrationshintergrund aus

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat Vorwürfe zurückgewiesen, im Handwerk würden zu wenige Migranten ausgebildet. 33 Prozent aller ausländischen Auszubildenden machten ihre Lehre im Handwerk, erklärte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. Dass die Zahlen langfristig gesunken seien, liege daran, dass immer mehr Migranten die deutsche Staatsangehörigkeit besäßen. Der Arbeitssoziologe Gerhard Bosch hatte dem Handwerk vorgeworfen, zu wenige Lehrlinge mit Migrationshintergrund auszubilden. Der ZDH verwies hingegen darauf, dass der Anteil ausländischer Azubis 2010 von 5,5 auf 5,9 Prozent gestiegen sei. epd

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