NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Eisenbahngewerkschaft kämpft

für Reisezentren



Berlin - Die Absicht der Deutschen Bahn, etwa 700 Stellen in Reisezentren zu streichen, ist auf scharfe Kritik gestoßen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG bezeichnete die Kürzungen am Samstag als „unverständlich, unüberlegt und unausgegoren“. Die Bahn verteidigte die geplanten Maßnahmen als notwendige Reaktion darauf, dass immer mehr Fahrkarten im Internet erworben würden. „Das wäre ein brutaler Kahlschlag, der hier stattfinden soll“, erklärte EVG-Vorstand Reiner Bieck. Etwa jede vierte Stelle in den Reisezentren solle nach den Plänen des Unternehmens entfallen. Damit seien auch Reisezentren selbst in ihrem Bestand gefährdet. Scharfe Kritik hatte zuvor auch der Fahrgastverband Pro Bahn geübt. Bahn-Chef Rüdiger Grube müsse die Kürzungspläne sofort stoppen und „endlich den Kunden in den Mittelpunkt stellen“, sagte Verbandssprecher Matthias Oomen. AFP

Germanwings will Strecken von

Air Berlin übernehmen

Berlin - Die Fluggesellschaft Germanwings will einige Strecken übernehmen, von denen sich der Konkurrent Air Berlin zurückzieht. Germanwings-Chef Thomas Winkelmann sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, die Fluglinie wolle mehrere Strecken anbieten, die bisher vor allem von Air Berlin bedient wurden. „Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden wir zwei Strecken nach Marokko, also nach Nador und Tanger, sowie die Verbindungen nach Tunis und nach Neapel und Palermo ins Germanwings-Streckennetz aufnehmen“, kündigte Winkelmann an. Er glaube, „dass man mit diesen Strecken Geld verdienen kann.“ AFP

Krebserkrankung von Chavez

drückt Rating des Landes

Berlin - Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Kreditwürdigkeit Venezuelas herabgestuft und dies auch mit der Krebserkrankung von Präsident Hugo Chavez begründet. Das südamerikanische Land werde jetzt mit B+ bewertet und damit eine Stufe unter der bisherigen Note von BB-, teilte S&P mit. Damit gelten Anlagen als hoch spekulativ. Der Ausblick wurde mit stabil eingestuft. Die Agentur begründete den Schritt damit, dass sie nun mehr Wert auf die politische Stabilität eines Staates lege. Dies sei eine Schwachstelle des Opec-Mitgliedes. Die Erkrankung von Chavez sei eine zusätzliche Belastung für die bereits herrschende Unsicherheit über die Wirtschaftsentwicklung Venezuelas. rtr

Handel: Die Kunden sind in Kauflaune

Berlin - Die Verbraucher in Deutschland lassen sich aus Sicht der Einzelhandelsbranche durch die Börsenkrise nicht vom Geldausgeben abhalten. „Die Konsumenten trotzen bisher allen Krisen, ihre Kauflaune ist stabil. Daher rechnen wir im Einzelhandel weiterhin mit einem Wachstum von rund 1,5 Prozent für das Gesamtjahr 2011“, sagte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), der „Wirtschaftswoche“. Rückenwind komme vor allem von der günstigen Lage auf dem Arbeitsmarkt. Zufrieden zeigte sich Genth mit dem Sommerschlussverkauf. „Die vielen verregneten und kühlen Tage der vergangenen Wochen haben dem Handel im Sommerschlussverkauf genutzt.“ dpa

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