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Betrugsvorwurf bei Solar Millennium



Düsseldorf - Nach dem Verdacht des Insiderhandels wird der Firmengründer und Aufsichtsrat des Kraftwerksentwicklers Solar Millennium nun auch des Betrugs beschuldigt. Hannes Kuhn und zwei weitere Personen seien von der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wegen Betrugs in besonders schwerem Fall angeklagt, sagte eine Richterin des Landgerichts am Dienstag. Ihnen werde vorgeworfen, Kapitalanleger zwischen 2002 und 2006 mit zu günstigen Bilanzen der nun insolventen DM Beteiligungen AG geworben zu haben. Es seien Inhaberschuldverschreibungen über 143 Millionen Euro von 9000 Anlegern gezeichnet worden. Bei der Insolvenz 2006 hätten 90 Millionen Euro gefehlt, sagte die Richterin. rtr



Firmen verschieben Börsengänge

Frankfurt am Main - Die Kursstürze an den Märkten verunsichern Börsenkandidaten. Im August sagten weltweit zehn Firmen ihren Gang aufs Parkett ab, davon neun in den USA, wie aus einer Untersuchung der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PwC) hervorgeht. Am deutschen Aktienmarkt gab es bisher keine Absagen. Jedoch dürften viele potenzielle Emittenten ihre Pläne auf Eis legen, sagte PwC. „Daher halten wir die von uns für 2011 prognostizierte Marke von 20 Börsengängen in Deutschland kaum noch für realisierbar“, sagte Christoph Gruss von PwC. Im ersten Halbjahr 2011 gab es hierzulande zehn Neuemissionen mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro. dpa



Finnland droht Griechenland

Tampere/London - Finnland hat mit seinem Rückzug aus dem Griechenland-Rettungspaket gedroht, sollte das Land keine Sicherheiten für seine Hilfen erhalten. Ministerpräsident Jyrki Katainen sagte auf die Frage, ob Finnland seine Zusagen zurückziehen würde, wenn die Sicherheiten nicht geleistet würden: „Ja. Es ist die Entscheidung des Parlaments, dass wir diese Bedingung für unsere Beteiligung stellen.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich unterdessen nach Angaben aus Teilnehmerkreisen gegen zusätzliche griechische Sicherheiten für Finnland im Gegenzug für Hilfen des Euro-Rettungsschirms ausgesprochen. „Das ist ein Ergebnis, das so nicht geht“, sagte Merkel den Angaben zufolge in der Sondersitzung der Unions-Bundestagsfraktion am Dienstag. rtr

Goldman-Chef wappnet sich

Washington - Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein sucht US-Regierungskreisen zufolge den Rat eines prominenten Strafverteidigers. Der 56-Jährige habe den Washingtoner Anwalt Reid Weingarten angeheuert, der Manager wie den früheren World-Com-Chef Bernhard Ebbers in Strafverfahren verteidigt hat, sagte eine Person aus dem Regierungsumfeld. Goldman Sachs sieht sich auch nach einem 550 Millionen Dollar schweren Vergleich mit Untersuchungen zur Rolle der Investmentbank in der Finanzkrise konfrontiert. Die Goldman-Aktie gab nach. rtr

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