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Korruption ist hausgemacht

Frankfurt am Main - Ausgerechnet langjährige Mitarbeiter in Führungspositionen schaden laut einer Studie ihren Firmen durch kriminelles Verhalten am häufigsten. Aus Frustration oder Leistungsdruck greifen sie in die Firmenkasse oder lassen sich bestechen. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten internationalen Untersuchung der Beratungsfirma KPMG ist der Täter meist männlich (87 Prozent), Mitte 30 bis Mitte 40 und bekleidet eine Führungsposition (82 Prozent), vor allem im Finanzbereich oder Vertrieb. Die meisten Wirtschaftskriminellen (60 Prozent) sind länger als fünf Jahre im Betrieb, wenn die Tat aufgedeckt wird. dpa

Vater belastet Sohn im CO2-Prozess

Frankfurt am Main - Im Frankfurter Prozess um millionenschweren Umsatzsteuerbetrug hat ein 63 Jahre alter Angeklagter seinen ebenfalls beschuldigten Sohn schwer belastet. Der Mann gab am Mittwoch vor dem Landgericht Frankfurt zwar zu, als Geschäftsführer einer Handelsfirma des Sohnes agiert zu haben. Er habe aber mit den strittigen Umsatzsteuererklärungen für Emissionsrechte nichts zu tun gehabt. Der 35 Jahre alte Sohn hatte sich am Montag als weitgehend unwissend dargestellt, was das Geschäft mit den Verschmutzungsrechten angeht. Insgesamt sechs Männer sind angeklagt, mit einem Netz von Handelsfirmen gezielt Umsatzsteuer in Millionenhöhe für die Zertifikate hinterzogen zu haben. dpa



Frankreich setzt auf höhere Steuern

Paris - Frankreichs Regierung hat ihre Wachstumsprognosen für das laufende und kommende Jahr gesenkt. Statt um zwei Prozent 2011 und 2,25 Prozent 2012 soll die Wirtschaft jetzt in beiden Jahren um je 1,75 Prozent wachsen. Mit der Streichung und Kürzung von Steuervergünstigungen wolle die Regierung dennoch die Haushaltskonsolidierung voranbringen, kündigte Premierminister François Fillon am Mittwoch an. Zudem soll es eine Sonderabgabe für die vermögendsten Franzosen geben – ab einem jährlichen Einkommen von mehr als einer halben Million Euro. Auch sieht das Sparpaket eine Heraufsetzung der Alkohol- und Tabaksteuer vor. Im laufenden Jahr sollen so eine und im kommenden Jahr elf Milliarden Euro eingespart werden.dpa

Griechische Rendite auf Rekordhoch Frankfurt am Main - Der Streit um die Hinterlegung von Sicherheiten hat den Kursen griechischer Anleihen am Mittwoch zugesetzt. Bonds mit einer zweijährigen Laufzeit rentierten so hoch wie noch nie seit Einführung des Euro. Zeitweise warfen die Titel mehr als 42 (spätes Vortagesgeschäft: 40,036) Prozent ab. Auslöser der neuen Unsicherheit waren die Diskussionen um die Hinterlegung griechischer Sicherheiten für Kredithilfen. Mit Finnland hat die Regierung in Athen eine Sonderregelung vereinbart, woraufhin andere Euro-Länder ähnliche Wünsche anmeldeten. rtr

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