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Der deutsche Arbeitsmarkt braucht

mehr Einwanderer

Der deutsche Arbeitsmarkt ist nach einem bisher unveröffentlichtem Bericht der Bundesregierung in Zukunft in erheblichem Maße auf Zuwanderer angewiesen. Die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter könnte von rund 50 Millionen heute bis zum Jahr 2050 auf 26,5 Millionen sinken und sich damit fast halbieren, berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung auf den Entwurf des Demografieberichts der Bundesregierung, der im Herbst vorgestellt werden soll. Selbst wenn ab 2020 jedes Jahr 200 000 Menschen nach Deutschland zögen, sänke die Zahl der Erwerbsfähigen bis 2050 auf 39 Millionen, heißt es darin. Die Autoren des Berichts warnen vor „unmittelbaren Auswirkungen auf das Wachstumspotenzial“ und prognostizieren einen „verstärkten Wettbewerb um Talente“, der auch zwischen Volkswirtschaften ausgetragen werde.epd

Nur wenige Ältere werden

neu eingestellt

Trotz Fachkräftemangels stellen Unternehmen laut einer Studie ältere Arbeitnehmer nur in geringem Umfang neu ein. „Bei der Rekrutierung werden Ältere nach wie vor oft benachteiligt“, heißt es in dem Altersübergangsreport aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Zwar seien immer mehr Ältere länger erwerbstätig; diese Beschäftigten würden aber offenbar in „ihrem“ Betrieb auf vorhandenen Arbeitsplätzen bleiben. Nach der IAQ-Auswertung von Daten der Bundesagentur für Arbeit lag der Anteil der neu eingestellten Älteren an allen neuen Mitarbeitern 2009 bei 13 Prozent. Demgegenüber betrage der Beschäftigungsanteil Älterer insgesamt 26 Prozent. Relativ viele Neueinstellungen gibt es demnach im Gastgewerbe, in der Landwirtschaft, bei der Leiharbeit und im gering qualifizierten Dienstleistungsbereich.kna

Viele halten IT-Fachkraft für einen Beruf mit Zukunft

IT-Fachkräfte haben nach Ansicht der Deutschen besonders gute Jobaussichten. Mehr als zwei Drittel (68,8 Prozent) halten IT-Dienstleister, Informatiker und Programmierer für Berufe mit Zukunft. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Toluna ergeben. Fast zwei Drittel (63,8 Prozent) sehen außerdem für Kranken- und Altenpfleger gute Berufsaussichten. Auf Platz drei folgen Ärzte mit 62,1 Prozent. Im Auftrag der Zeitarbeitsagentur Jobs in time wurden 2078 Personen befragt. Obwohl Ingenieure in Deutschland derzeit stark gesucht sind, glaubt nur etwas mehr die Hälfte (54,6 Prozent) der Befragten, dass dieser Beruf Zukunft hat. Keine gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sagen die Befragten Malern und Lackierern voraus: Nur 14 Prozent halten diese Berufe für zukunftsträchtig.dpa

Jeder vierte Student

hat Auslandserfahrung

Jeder vierte Student, der ein Erst- oder ein Masterstudium macht, hat Auslandserfahrung (25 Prozent). Das geht aus einer repräsentativen Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) in Hannover hervor. Als Auslandserfahrung zählen neben Studiensemestern auch Praktika und Sprachkurse. Besonders mobil sind die Studenten der Wirtschaftswissenschaften. Hier geht fast jeder Dritte ins Ausland (32 Prozent). Ihnen folgen die Sprach- und Kulturwissenschaftler (31 Prozent). Im Auftrag des Deutschen Akademischen Austauschdienstes wurden Anfang 2011 rund 14 000 Studenten befragt.dpa

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