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Atommeiler bleiben abgeschaltet

Berlin - Die acht stillgelegten Atomkraftwerke gehen endgültig nicht mehr ans Netz. Die Bundesnetzagentur will keines dieser Kraftwerke zur Überbrückung möglicher Stromengpässe im Winterhalbjahr nutzen. Dies teilte der Präsident Matthias Kurth am Mittwoch in Berlin mit. Stattdessen sollen mehrere konventionelle Kraftwerke den Energiebedarf in kalten Wintern decken. Als sogenannte Kaltreserve hat die Bundesnetzagentur das Großkraftwerk 3 in Mannheim, das Kraftwerk 2 Mainz-Wiesbaden, Block 3 des Kraftwerks in Ensdorf sowie das Kraftwerk Freimann in München bestimmt. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler begrüßte die Entscheidung. Dies sei „ein wichtiges Signal für die Unternehmen, dass diese sich auch in den kommenden Wintern auf eine gesicherte Versorgung mit Strom verlassen können“, erklärte der FDP-Politiker.dapd

Lufthansa erhöht Preise

Frankfurt am Main - Nach Erhöhung der Europapreise wird nun das Fliegen mit der Lufthansa auch auf der Langstrecke teurer. Das Unternehmen erhöht seine Ticketpreise ab dem 1. September in der Economy-Klasse zwischen zehn (in die USA) und 40 Euro (Afrika, Asien), wie ein Sprecher am Mittwoch bestätigte. In der Business-Klasse werden für Hin- und Rückflug zusammen zwischen 40 und 60 Euro mehr fällig. In der First Class steigen die Preise sogar um bis zu 100 Euro. Der hohe Ölpreis werde weiterhin über den Treibstoffzuschlag abgebildet, der aber derzeit unverändert bleibe. dpa

Einzelhandel stagniert

Berlin - Das regnerische Wetter und die Euro-Krise haben den deutschen Einzelhändlern im Juli zugesetzt. Im Vergleich zum Vormonat hatten sie 0,2 Prozent weniger in der Kasse, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Preisbereinigt wurde zumindest das Juniniveau gehalten. Damit kam der Einzelhandel mit einem blauen Auge davon – zuletzt war mit einem Minus gerechnet worden. Die Berliner Konjunkturforscher des DIW sind optimistisch: „Anziehende Löhne und nur geringe Preissteigerungen dürften in der zweiten Jahreshälfte den Konsum stützen“, meint DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Nach Einschätzung des DIW dürfte die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal um 0,4 Prozent wachsen.rtr, dpa

Griechische Sparpolitik gescheitert Athen - Die griechische Verschuldung ist nach Einschätzung von Experten des Parlaments außer Kontrolle geraten. Die Politik der griechischen Regierung zur Wiederherstellung der Finanzen sei gescheitert, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten monatlichen Bericht von Fachleuten. Der unabhängige Expertenausschuss war vom Finanzministerium ernannt worden. Trotz gigantischer fiskalischer Anstrengungen sei kein Überschuss erzielt worden. Das Gegenteil sei eingetreten: Das Defizit vergrößere sich, heißt es in dem Bericht. rtr

Oracle der Korruption verdächtigt New York - Der Softwareriese Oracle wird laut „Wall Street Journal“ von US-Behörden verdächtigt, im Ausland geschmiert zu haben, um an Aufträge zu gelangen. Sollten sich die Verdächtigungen bewahrheiten, kann das teuer werden für Oracle. Der Konzern wollte sich zunächst nicht äußern. Oracle ist die Nummer eins bei Datenbank-Software. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ vom Mittwoch drehen sich die Ermittlungen des US-Justizministeriums und der Börsenaufsicht SEC unter anderem um die Frage, ob Oracle afrikanische Regierungsmitarbeiter bestochen habe, um seine Software loszuwerden. dpaORACLE CORP.]

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