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Industrie zählt weniger Aufträge

Berlin - Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie sind im Juli zum Vormonat wegen einer schwachen Auslandsnachfrage überraschend deutlich gesunken. Im Monatsvergleich seien die Neuaufträge bereinigt um 2,8 Prozent abgerutscht, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Im Vormonat waren die Aufträge noch um 1,8 Prozent zum Vormonat gestiegen. Der Rückgang sei „allein auf die schwache Auslandsnachfrage zurückzuführen“ – aus dem Ausland kamen 7,4 Prozent weniger Bestellungen. Zuvor hatte der Auftragseingang stark zugenommen. Betroffen sind vor allem Hersteller von Investitionsgütern. Bei Firmen, die Vorleistungs- und Konsumgütern herstellen, seien die Bestellungen hingegen im Monatsvergleich um 2,9 Prozent beziehungsweise 4,5 Prozent gestiegen. dpa

Wachstum der Euro-Zone stagniert

Luxemburg - Das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum hat sich wie erwartet im zweiten Quartal abgeschwächt. Im Vergleich zum Vorquartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozent gestiegen, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mit. Damit bestätigten die Statistiker vorläufige Zahlen. Im ersten Quartal 2011 war die Wirtschaft noch um 0,8 Prozent gewachsen. Im Jahresvergleich wuchs die Wirtschaft der Euro-Zone im zweiten Quartal um 1,6 Prozent und damit 0,1 Punkte schwächer als zunächst ermittelt. dpa

Bahn steckt mehr Geld ins Gleisnetz

Berlin - Die Deutsche Bahn will in den kommenden Jahren verstärkt eigenes Geld investieren, um Engpässe im Schienennetz zu beseitigen. Für etwa 50 kleinere Investitionen stünden bis 2015 rund 130 Millionen Euro im Rahmen eines Netzfonds zur Verfügung, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Bislang hatte überwiegend der Bund neue Projekte im Bahnverkehr finanziert. Kritiker werfen dem Konzern vor, zu sehr auf Großprojekte zu setzen, statt mittels kleiner Investitionen den Schienenverkehr zu verbessern. Darauf reagiert der Konzern offenbar nun. brö

Sprint klagt gegen T-Mobile-Verkauf

New York/Washington - Die Deutsche Telekom muss eine weitere Hürde bei der Trennung von ihrer amerikanischen Tochter T-Mobile USA nehmen. Nach den Wettbewerbshütern im US-Justizministerium hat nun auch der rivalisierende Mobilfunkanbieter Sprint Klage gegen den 39 Milliarden Dollar schweren Verkauf an AT&T eingereicht. Das Unternehmen fürchtet, durch die Marktmacht an die Wand gedrückt zu werden. Sprint ist die Nummer drei auf dem US-Mobilfunkmarkt – mit großem Abstand zu den beiden Marktführern Verizon und AT&T. T-Mobile USA ist die Nummer vier. Die Marktführer würden am Ende mehr als drei Viertel des Marktes kontrollieren, rechnete Sprint vor. Nun muss ein Gericht in Washington über das Milliardengeschäft befinden. dpa

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