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Berliner Wirtschaft robust

Berlin - In den Unternehmen der Region gibt es kaum Anzeichen für eine Wachstumsschwäche. Die Auftragsbücher seien voll, die Beschäftigung nehme zu, sagte Burkhard Ischler, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB), am Montag in Potsdam. Ischler begrüßte rund 500 Gäste zum Unternehmertag unter dem Motto „Industrieland Deutschland – Standort stärken, Zukunft sichern“. Der Verbandspräsident identifizierte vier Faktoren für künftiges Wachstum in der Region: Stärkung der Industrie, Haushaltskonsolidierung, Fachkräftesicherung sowie Ausbau der Infrastruktur. „Insbesondere muss die Hauptstadtregion zum nationalen Schaufenster für Elektromobilität ausgebaut werden“, meinte Ischler. Mit der Eröffnung des Flughafens am 3. Juni 2012 werde „die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Hauptstadtregion spürbar gesteigert“. Tsp

Von der Leyen ohne Mindestlohn

Berlin - Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich von einem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn distanziert. „Das steht nicht zur Debatte momentan“, sagte eine Ministeriums-Sprecherin am Montag. „Sie hat sich auch in der Vergangenheit immer ganz klar dafür ausgesprochen, dass die Tarifvertragsparteien die Höhe eines Mindestlohns festlegen müssen.“ In einem Interview hatte von der Leyen am Wochenende gesagt, sie sei überzeugt, „dass wir über kurz oder lang einen Mindestlohn in allen Branchen haben werden“. Voraussetzung sei, dass die Höhe unabhängig vom Staat von den Tarifpartnern gefunden werde. Der Unions-Arbeitnehmerflügel CDA will beim Bundesparteitag Mitte November einen Antrag für gesetzliche Mindestlöhne einbringen. dpa

Merkel unterstützt die Telekom

Düsseldorf - Die Politik unterstützt die Deutsche Telekom bei dem Versuch, ihre kriselnde US-Tochter an AT&T zu verkaufen. Das „Handelsblatt“ erfuhr aus Konzernkreisen, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) US-Präsident Barack Obama kurz nach Bekanntgabe des Deals angerufen hat, um für das Geschäft zu werben. Mit 32 Prozent ist der Bund größter Telekom-Aktionär. Die Telekom hatte am 20. März erklärt, dass sie T-Mobile USA für 39 Milliarden Dollar an AT&T verkauft. Doch am 31. August klagte US-Justizministerium gegen den Deal. Die Behörde befürchtet, dass der Wettbewerb darunter leidet. Aus Kreisen des Telekom-Aufsichtsrats heißt es, Konzernchef René Obermann habe sich nach der Klage ein weiteres Gespräch zwischen Merkel und Obama gewünscht. Noch sei es nicht dazu gekommen. „Die Bundesregierung unterstützt den Verkauf“, heißt es aus Konzernkreisen. Es fänden Gespräche auf höchster politischer Ebene statt. HB

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