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Bundesbank kritisiert Euro-Staaten

Berlin - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat die Euro-Staaten aufgefordert, sich entweder auf die Ursprünge der Währungsunion zu besinnen oder ihre politische Integration gezielt voranzutreiben. „Der Mittelweg aus einer zunehmenden Vergemeinschaftung der Haftung bei weiterhin eigenständigen nationalen Fiskalpolitiken droht an seinen Inkonsistenzen zu scheitern“, warnte Weidmann am Dienstag in einer Rede vor dem Verband der Familienunternehmer in Köln. Die Entscheidung für eine der beiden Varianten müsse bald und in den Parlamenten fallen, sonst drohe ein Vertrauensverlust bei den Bürgern. „Die Menschen nicht nur in Deutschland machen sich Sorgen über ihre Währung.“ Es fehle an einer tragfähigen Brücke „zwischen kurzfristigen Krisenmaßnahmen und einem nachvollziehbaren und stabilitätsorientierten Ordnungsrahmen der Währungsunion“. Weidmann, früher enger Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel, kritisierte die bisherigen Beschlüsse des Euro-Raums als unzureichend. mod

Arbeitslose brauchen konkrete Hilfe

Nürnberg - Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat die Eingliederungsvereinbarungen der Arbeitsagenturen mit den Jobsuchenden kritisiert. Sie folgten standardisierten Mustern und seien nicht individuell genug, teilte die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit mit. Die gesetzlich vorgeschriebenen Vereinbarungen sollen erreichen, dass Arbeitslose besser in den Vermittlungsprozess einbezogen werden. „Die Kundenpflichten werden häufig konkret, die Leistungen der Einrichtungen eher vage benannt“, sagen die Forscher.dpa

Deutsche gründen weniger Firmen

Wiesbaden - In der deutschen Wirtschaft hat die Gründerstimmung nachgelassen. Im ersten Halbjahr 2011 wurden nur rund 75 000 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren rund vier Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2010. Allerdings wurden auch nicht mehr so viele bereits bestehende Betriebe wieder aufgelöst, nämlich 62 000. Das waren 4,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Zusammen mit Klein- und Nebenerwerb fiel die Zahl neuer Betriebe um 7,7 Prozent auf 418 000. Dem standen nahezu unverändert 356 000 Gewerbeabmeldungen gegenüber.dpa

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