NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Siemens stoppt Osram-Börsengang

Berlin - Jetzt ist es offiziell: Siemens verschiebt den Börsengang von Osram, der ursprünglich für Herbst diesen Jahres geplant war. Das Unternehmen halte unverändert an einem Börsengang seiner Lichttechniktochter fest, teilte Siemens am Mittwoch mit. „In Anbetracht des hochvolatilen Umfeldes an den Kapitalmärkten und möglicher Wirkungen auf das Branchenumfeld soll Osram jedoch später an die Börse gebracht werden.“ Die Vorbereitungen würden fortgesetzt. Einen neuen Termin nannte Siemens nicht. Doch 2011 wird es wohl nichts mehr. vis

Die Reichen sind reicher denn je

Berlin - Das weltweite private Geldvermögen ist so groß wie nie zuvor. Es ist im vergangenen Jahr um 6,2 Prozent auf 95,3 Billionen Euro angestiegen, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Allianz-Studie, für die Daten aus 50 Ländern ausgewertet wurden. Der Vermögensanstieg beträgt in der vergangenen Dekade im Schnitt 4,1 Prozent pro Jahr. Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise nannte das angesichts des weltweiten Wachstums und der geringen Inflation enttäuschend. „Die Sparer mussten den wiederkehrenden Finanzkrisen Tribut zollen.“ Inzwischen gehören 300 Millionen Menschen aus Entwicklungs- und Schwellenländern zur globalen Vermögensmittelschicht. Deutschland kommt auf ein durchschnittliches Geldvermögen von gut 60 000 Euro pro Kopf und landet damit knapp hinter Frankreich und Italien auf Rang 17. Mit großem Abstand bleibt die Schweiz mit 207 000 Euro pro Kopf das reichste Land, dahinter folgen die USA, Japan, Dänemark und die Niederlande. Griechenland kommt auf ein Pro-Kopf-Vermögen von 25 000 Euro, China und Indien sind mit 3300 respektive 800 Euro weit abgeschlagen. mod

Institute senken Prognosen

Essen/Halle - Die deutsche Konjunktur gerät nach Prognosen von Wirtschaftsforschern durch die internationale Schuldenkrise aus dem Tritt. Weitere Institute korrigierten am Mittwoch ihre Wachstumsvorhersagen für 2011 und das kommende Jahr drastisch nach unten. Für 2012 gehen die meisten Prognosen nur noch von einem Plus der Wirtschaftsleistung zwischen 0,8 Prozent und 1,2 Prozent aus, nach etwa drei Prozent in 2011. Der Arbeitsmarkt bleibe aber noch stabil, die Arbeitslosenquoten dürften auch 2012 leicht sinken. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) senkte seine Konjunkturprognose von 3,6 Prozent auf 3,0 Prozent in diesem und 0,8 Prozent im kommenden Jahr. Auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) deutete eine Senkung der Konjunkturprognose der Bundesregierung für das kommende Jahr an. Es sei möglich, dass die aktuelle Schätzung von 1,8 Prozent Wachstum für 2012 nach unten korrigiert werden könnte, sagte Rösler am Mittwochabend in Mailand. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben