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Verivox kassierte bei Teldafax ab

Düsseldorf - Das Verbraucherportal Verivox hat nach Angaben von Insidern gemeinsame Sache mit dem inzwischen insolventen Stromanbieter Teldafax gemacht. Ein ehemaliger Manager bestätigte dem „Handelsblatt“ an Eides statt, dass Verivox geplante Preise von Konkurrenten an Teldafax weitergab. Auf diese Weise habe Teldafax seine eigenen Preise so anpassen können, dass er in den Ranglisten von Verivox fast permanent die obersten Plätze belegte und so zahlreiche Kunden gewann, oft 10 000 und mehr pro Monat. „Der zuständige Mitarbeiter von Verivox sprach regelmäßig mit unserer Führung. So wussten wir, wann Konkurrenten Sonderangebote starten würden. Dann haben wir die Preise angepasst und standen im Verivox-Ranking weiter oben“, sagte der Ex-Manager von Teldafax. Diesen „Sonderservice“ ließ sich Verivox laut Zeugenaussage gut bezahlen. Bis zu 130 Euro flossen für jeden Kunden, der über das Vergleichsportal zu Teldafax kam, an Verivox – mehr als das Doppelte der üblichen Provision. Verivox habe so regelmäßig mehr als eine Million Euro pro Monat vereinnahmt. Verivox bestritt auf Anfrage die Weitergabe von Daten und sprach von „Verleumdung“, machte aber zu der Höhe der Provision keine Angaben.HB

Restaurant-Ampel soll zügig kommen

Berlin - Verbraucherschützer haben Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) aufgefordert, „zügig“ den gesetzlichen Rahmen für die Einführung eines bundesweit einheitlichen Kontrollbarometers für Restaurants zu schaffen. Wir bitten Sie, „die längst überfällige bundesgesetzliche Grundlage dafür zu schaffen, dass Verbraucher ab Anfang 2012 die Ergebnisse der amtlichen Hygienekontrollen der Lebensmittelbetriebe an jeder Restauranttür und im Internet finden können“, heißt es in einem Brief des Chefs des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, an Aigner, der dem „Tagesspiegel“ vorliegt. Die Verbraucherminister der Länder und Aigner sprechen anlässlich der Verbraucherschutzministerkonferenz über die Einführung eines solchen Barometers. Die Verbraucherminister sind dafür, die Wirtschaftsminister der Länder lehnen eine solche Regelung ab. Inzwischen sind einzelne Bundesländer, darunter Berlin, vorgeprescht und veröffentlichen die Ergebnisse ihrer Lebensmittelkontrollen im Internet. hej

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