NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Die Konjunktur fährt Achterbahn

Berlin – Die deutsche Wirtschaft steht womöglich vor einer Berg- und Talfahrt. Nach der Flaute im Frühjahr sagt die Bundesbank für das dritte Quartal einen „kräftigen Anstieg der Wirtschaftsleistung“ voraus. Danach dürfte es aber bergab gehen: Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) prophezeit für 2012 eine merkliche Konjunkturabkühlung. Im zu Ende gehenden Sommerquartal halten die meisten Experten ein Wachstum von einem halben Prozent und mehr für möglich. Im Schlussquartal wird die Wirtschaftsleistung womöglich schrumpfen, wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft erwartet. Eine Rezession – zwei Minus-Quartale in Folge – sieht das IW aber nicht. Für 2011 erwartet das Institut ein Wachstum von drei Prozent. 2012 sollen es 1,25 Prozent sein. rtr

Credit Suisse zahlt Millionenstrafe

Genf - Die Schweizer Großbank Credit Suisse zahlt den deutschen Behörden 150 Millionen Euro, um einen Schlusspunkt unter die Ermittlungen wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu setzen. Dies sei das Ergebnis einer Einigung mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, die gegen Mitarbeiter der Credit Suisse ermittelt hatte, teilte die Bank mit. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte im März 2010 Ermittlungen gegen 1100 Kunden der Credit Suisse wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung sowie gegen Mitarbeiter der Schweizer Bank wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung aufgenommen. Die Kunden hatten insgesamt 1,2 Milliarden Euro in der Schweiz angelegt. AFP

UBS untersucht Zocker-Skandal

Zürich - Die Schweizer Großbank UBS will mit einer internen Untersuchung Licht in den milliardenschweren Handelsskandal bringen. Sollten schwere Mängel in der Risikokontrolle auf den Tisch kommen, dann dürfte UBS-Chef Oswald Grübel wohl unter Druck kommen. Ein vom UBS-Verwaltungsrat eingesetzter Ausschuss unter dem Vorsitz des früheren Morgan Stanley-Finanzchefs David Sidwell soll nun die unerlaubten Handelsaktivitäten und die Kontrollmechanismen des Instituts ausleuchten. rtr

Kartellamt will bei E10 nicht ermitteln

Berlin - Das Bundeskartellamt sieht trotz der teils saftigen Aufschläge an Tankstellen noch keinen Grund zum Einschreiten bei der Biosprit-Preispolitik. „Wir haben bislang keine Hinweise darauf, dass die Mineralölkonzerne die E10-Preise untereinander abgesprochen haben“, sagte ein Behörden-Sprecher. Aus der schwarz-gelben Koalition war ein Einschreiten gefordert worden. Der Grund: Die Mehrkosten für alternative Methoden zum Erfüllen der Biokraftstoffquote würden zu Preisaufschlägen genutzt.BUND ZU E10] dpa

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