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Kurzarbeit lief meistens sauber

Nürnberg/Freiburg - Der Missbrauch von Kurzarbeitergeld hat sich nach Erkenntnissen der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Grenzen gehalten. Von den 146 000 Firmen, die Auftragsflauten während der Wirtschaftskrise mit Kurzarbeitergeld überbrückt hatten, seien von Juni 2009 bis August 2011 nur 2060 in Manipulationsverdacht geraten, teilte die Bundesagentur mit. Die Agenturen hätten 1158 Fälle an die Hauptzollämter oder die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Gegen 554 Firmen habe die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Inzwischen seien 16 Verantwortliche rechtskräftig verurteilt worden – einige sogar zu Haftstrafen. In den meisten Fällen hätten die Firmen Kurzarbeitergeld für Mitarbeiter kassiert, die in Wahrheit die ganze Woche über durchgearbeitet hätten, erläuterte die Behörde.dpa

HP-Chef muss um Posten bangen

New York - Die Zeit für den aus Deutschland stammenden HP-Chef Léo Apotheker scheint abgelaufen: Der Verwaltungsrat erwägt nach übereinstimmenden US-Medienberichten, den Spitzenmanager vor die Tür zu setzen. Und es soll auch schon einen aussichtsreichen Kandidaten für die Nachfolge geben: die Ex-Ebay-Chefin Meg Whitman. Noch sei der Personalwechsel keine ausgemachte Sache, schrieb das Technologieblog „All Things Digital“ am Mittwoch. „Doch eine starke Fraktion im Verwaltungsrat ist begierig darauf, Apotheker zu entfernen.“ Die Kontrolleure werfen dem Ex-SAP- Chef demnach eine Reihe an Managementfehlern vor. Die Aktie legte zu. dpa

Saab darf sich sanieren

Stockholm - Neue Hoffnung für den Autohersteller Saab: Im zweiten Anlauf hat das von der Pleite bedrohte schwedische Unternehmen am Mittwoch doch noch grünes Licht für ein Sanierungsverfahren unter Gläubigerschutz bekommen. Mit der Entscheidung des Berufungsgerichtes in Göteborg ist die Gefahr einer Insolvenz vorerst gebannt. Saab hofft auf schnelle Überbrückungshilfen durch zwei chinesische Autounternehmen. Die Produktion im Stammwerk Trollhättan hat seit knapp einem halben Jahr stillgestanden. Im August konnte das Unternehmen keine Löhne und Gehälter für seine 3500 Beschäftigten überweisen. dpa

Opel-Betriebsrat kritisiert GM

Rüsselsheim - Opel-Betriebsratschef Klaus Franz hat vom amerikanischen Mutterkonzern General Motors größere Freiheiten für den Rüsselsheimer Autobauer gefordert. „Ich bin dafür, dass Opel von GM mehr Eigenständigkeit eingeräumt bekommt“, sagte Franz, der auch stellvertretender Aufsichtsratschef bei Opel ist, Reuters. „GM ermöglicht uns nur sehr begrenzt, zu expandieren“, kritisierte er. Mit einer größeren Entscheidungsfreiheit habe Opel bessere Chancen, in Wachstumsmärkten wie China Fuß zu fassen. Nach Franz’ Ansicht war die zentralistische Führung bei GM eine Ursache für die Insolvenz vor gut zwei Jahren. rtr

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