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US-Notenbank belässt Leitzins



Washington – Die US-Notenbank (Fed) hat sich für ein neuerliches geldpolitisches Manöver entschieden. Sie werde kurzfristig fällige Anleihen in ihrem Bestand gegen langlaufende Papiere tauschen, teilte sie nach einer Sitzung ihres Offenmarktausschusses am Mittwoch in Washington mit. Das Geschäft mit einem Gesamtvolumen von 400 Milliarden Dollar (292 Milliarden Euro) solle die ohnehin historisch niedrigen langfristigen Zinsen noch weiter drücken. „Es gibt erhebliche Abwärtsrisiken im Konjunkturausblick, einschließlich der Anspannungen in den weltweiten Finanzmärkten“, hieß es zur Begründung. Anders als bei der zweimaligen „Quantitativen Lockerung“ (Quantitative Easing) im vergangenen Jahr pumpt die Institution diesmal kein neues Geld in das System. Ihren Leitzins beließ die Fed wie erwartet unverändert. Der Satz liege weiterhin in einer Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent. dpa

Vattenfall kippt CCS-Kraftwerk

Frankfurt am Main - Im Streit um die geplante unterirdische Deponierung von Kohlendioxid in Deutschland kippt der Energiekonzern Vattenfall den milliardenschweren Bau eines Test-Kohlekraftwerks. „Die sich abzeichnenden Rahmenbedingungen lassen eine solche Investition nicht zu“, sagte eine Sprecherin der „Mitteldeutschen Zeitung“. Das Vorhaben werde deshalb auf Eis gelegt. Zur Begründung habe die Sprecherin auf das geplante Gesetz zur Speicherung des klimaschädlichen Gases verwiesen. Demnach kritisiert Vattenfall, dass das Gesetz bereits in wenigen Jahren auf den Prüfstand kommen soll. Die Vorlage, die vom Bundestag bereits beschlossen worden ist, steht am Freitag auf der Tagesordnung des Bundesrats. rtr

Reallöhne legen im Frühjahr zu

Wiesbaden - Vollzeitbeschäftigte in Deutschland konnten dank Sonderzahlungen, hoher Tarifabschlüsse und längerer Arbeitszeiten im zweiten Quartal dieses Jahres über 1,9 Prozent höhere Reallöhne verfügen als noch vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Die Steigerung wurde aber von der hohen Inflationsrate von 2,3 Prozent wieder zunichte gemacht. dpa

Bezüge für Dax-Aufsichtsräte steigen Frankfurt am Main - Die Kontrolleure der deutschen Großkonzerne erhalten auch in diesem Jahr deutlich mehr Geld. So steigen die Bezüge der Aufsichtsratsvorsitzenden in den 30 Dax-Unternehmen 2011 voraussichtlich um neun Prozent auf durchschnittlich 297 800 Euro, wie die Beratungsgesellschaft Towers Watson berechnet hat. Mit den höchsten Einnahmen darf VW-Aufsichtsratsvorsitzender Ferdinand Piëch rechnen, den die Towers-Watson-Leute in diesem Jahr auf 785 500 Euro taxieren. Auch die Oberaufseher von Siemens (584 000 Euro) und BMW (505 000 Euro) liegen im Vergleich weit vorn. dpa

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