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Trotz des Fachkräftemangels

ist IT-Nachwuchs rar



Wegen des Fachkräftemangels sind die Jobaussichten im IT-Bereich zur Zeit hervorragend. Dennoch nimmt die Zahl der jungen Menschen, die sich dort ausbilden lässt, kaum zu. So haben sich im Jahr 2010 insgesamt 39 374 Anfänger an einer Hochschule im Fach Informatik eingeschrieben, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) mitteilt. Das sind nur 2,9 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der neuen Azubis im IT-Bereich stagnierte sogar. Es waren im Jahr 2010 insgesamt 13 700. Der Anteil der Frauen ist gering. Im Jahr 2010 waren 19,4 Prozent der Studienanfänger weiblich. Bei den Auszubildenden war sogar nur 8 Prozent. Die Bitkom bezieht sich auf Daten des Statistischen Bundesamts sowie der Industrie- und Handelskammern. dpa

Bachelor-Ingenieure erhalten

Diplom-Gehälter

Die neuen Bachelor-Studienabsolventen steigen in Unternehmen meist auf denselben Positionen ein wie Diplom-Absolventen und verdienen ungefähr das gleiche. Das ergab eine am Dienstag in Köln veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Dafür befragte IW Consult rund 500 Unternehmen, die Bachelor-Absolventen eingestellt haben. Demnach zahlt die Hälfte der Firmen den Bachelor-Ingenieuren ein Einstiegsgehalt zwischen 30 000 und 40 000 Euro. Fast 40 Prozent bieten sogar bis zu 50 000 Euro. Das gelte auch bei Betrieben, die tendenziell eher unzufrieden mit dem Können der Bachelors sind. Bei der Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf neue Probleme anzuwenden, sehen zwei Drittel der Betriebe Defizite. dpa

IW KÖLN]Arbeitsmarktpolitische Instrumente sollen effizienter werden

Der Bundestag hat eine Neuordnung der Förderprogramme für Arbeitslose verabschiedet. Die am Freitag mit den Stimmen der schwarz-gelben Koalition beschlossene Reform sieht unter anderem eine Reduzierung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vor. Die Opposition warf der Bundesregierung vor, mit dem Gesetz massiv bei den Hilfen für Langzeitarbeitslose zu kürzen. Die Fördermaßnahmen sollen nach Überzeugung der Regierung durch das Gesetz übersichtlicher und effektiver werden. Die Neuregelung sieht unter anderem Einschnitte beim Gründungszuschuss und den Ein-Euro-Jobs vor. Mit dem Gesetz werde der Instrumentenkasten aufgeräumt, sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Damit solle es nun „passgenaue und individuelle Hilfen“ geben.AFP

Auch in Deutschlands Chefetagen boomt Zeitarbeit

Auch in den Chefetagen boomt die Zeitarbeit. In diesem Jahr werde der Markt für Übergangsmanager um etwa 30 Prozent wachsen, teilte die Dachgesellschaft Deutsches Interim Management (DDIM) in Münster mit. Der Interessenverband geht für 2011 von 850 Millionen Euro Honorar-Gesamtsumme aus. Im Vorjahr seien es 640 Millionen Euro gewesen. Im Schnitt 136 Tage verbringen die Manager auf Zeit demnach in einem Mandat. Die Zahlen fußen auf einer DDIM-Hochrechnung, die auf einer Umfrage bei den elf größten Vermittlern und Sozietäten basiert. Firmen suchen laut Mitteilung verstärkt Manager auf Zeit, die für Restrukturierungen, große IT-Projekte und in der Prozessoptimierung eingesetzt werden. Überwiegend sind Tagessätze zwischen 1100 und 1500 Euro üblich. dpa

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