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LG liegt über Kreuz mit Osram

Seoul/München - Die Autobauer BMW und Audi sind in Südkorea in einen Rechtsstreit zwischen dem Elektronikkonzern LG Electronics und dem Leuchtmittelhersteller Osram verwickelt worden. LG beantragte nach Angaben von Mittwoch eine einstweilige Verfügung, um in Südkorea den Verkauf von Audi- und BMW-Fahrzeugen zu stoppen, bei denen von Osram hergestellte LED-Lampen eingebaut sind. Die Südkoreaner werfen Osram vor, mit diesen Leuchten sieben Patente von LG zu verletzen. Die Autobauer seien in den Rechtsstreit einbezogen worden, weil die Patentverletzungen die schnell wachsende LED-Industrie immer stärker beeinträchtigten. Zwischen der Siemens-Tochter Osram und ihren Konkurrenten LG und auch Samsung tobt seit Monaten ein Rechtsstreit um Patente. „Wir fühlen uns insgesamt im Patentstreit mit unserer Rechtsposition sehr sicher“, sagte ein Osram-Sprecher. Osrams Berliner Standort wäre von einer möglichen Sperre für Autoscheinwerfer nicht unmittelbar betroffen: Dort werden Xenon-Scheinwerfer hergestellt, keine mit LEDs, hieß es. rtr

Großbanken werden stärker reguliert London - Die internationalen Bankenaufseher haben für die Großen der Branche strengere Regeln beschlossen. So sollen diese sogenannten systemrelevanten Geldhäuser (Sifis) in fünf Jahren höhere Kapitalpuffer bilden als die Konkurrenz – was die Erträge erheblich schmälern kann. Diese seit längerem diskutierten Anforderungen beschloss der Baseler Ausschuss der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) nach Angaben vom Mittwoch auf seiner zweitägigen Sitzung. Der Baseler Ausschuss hat weltweit 28 solcher Sifis ausgemacht. Offen ist allerdings, ob diese Maßgaben auch weltweit umgesetzt werden. Das letzte Wort dazu sollen die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer bei ihrem Gipfel im November haben. rtr

Fluglotsen könnten wieder streiken

Frankfurt am Main - Im Tarifstreit der Fluglotsen haben sich die Fronten wieder verhärtet. Die jüngste Verhandlungsrunde mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) über die Schlichtungsempfehlung Anfang der Woche habe schwierig begonnen, sagte ein Sprecher der Fluglotsen-Gewerkschaft GdF am Mittwoch. Es stehe noch überhaupt nichts fest, ganz im Gegenteil. Derzeit sei nicht einmal sicher, ob wie geplant am 4. Oktober weiterverhandelt werde. Sollten die Gespräche platzen, sei auch wieder ein Streik möglich, allerdings nicht unmittelbar, sondern frühestens vier Tage nach der Feststellung des Scheiterns. Zu den Gründen für die verfahrene Lage wollte der Sprecher sich nicht äußern. rtr

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