NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Im Osten verdient man weniger

Düsseldorf - Trotz einer weitgehenden Angleichung bei den Tariflöhnen verdienen Arbeitnehmer in Ostdeutschland im Schnitt noch immer 17 Prozent weniger als ihre Kollegen im Westen. Das sei die Folge der weitaus geringeren Tarifbindung in den fünf neuen Ländern, erklärte der Tarifexperte der Hans-Böckler-Stiftung, Reinhard Bispinck, am Freitag in Düsseldorf. In den ostdeutschen Ländern fehle die im Westen über Jahrzehnte gewachsene „Tarifkultur“, erklärte Bispinck. Der Experte der gewerkschaftsnahen Stiftung forderte eine Belebung des Tarifvertragssystems. Nur wenn Tarifverträge in mehr Firmen und Branchen gälten, bestehe eine „echte Chance“, die Einkommensunterschiede zwischen Ost und West zu überwinden. AFP

Warum Arbeitnehmer im Osten so wenig verdienen, lesen Sie am Sonntag im Wirtschaftsteil.

Media Markt verzichtet auf Rabatte

Düsseldorf - Kurz vor der Eröffnung eines eigenen Online-Shops hat der Elektronikhändler Media Markt ein Ende des „Preis-Irrsinns“ mit immer neuen Rabattaktionen ausgerufen. Media Markt wolle künftig auf „klare, faire und marktgerechte“ Preise setzen, kündigte die Metro-Tochter am Freitag an. Das auch durch aggressive Werbung bekannt gewordene Unternehmen kündigte an, künftig auf „die Preis- und Angebotsaktionen der letzten Jahre“ zu verzichten. Die neue Angebotsstrategie soll im Oktober starten – 2012 will Media Markt dann eine Offensive im Internet beginnen. rtr

Ausländer können leichter arbeiten

Berlin - Im Ausland erworbene Berufsabschlüsse sollen in Deutschland künftig schneller anerkannt werden. Mit den Stimmen der schwarz-gelben Regierungskoalition billigte der Bundestag am Donnerstagabend einen Gesetzentwurf, mit dessen Hilfe ein Fachkräftemangel in Deutschland gesenkt und gleichzeitig Migranten besser integriert werden sollen. Der Opposition gehen die Regelungen nicht weit genug. Das Anerkennungsgesetz soll helfen, eine Vielzahl ausländischer Berufsausbildungen anzuerkennen. Damit will die Bundesregierung das Potenzial an Einwohnern besser nutzen, die zwar einen Beruf gelernt haben, ihn aber nicht ausüben können. Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) hatte deren Zahl bei der Verabschiedung des Gesetzentwurfs durch das Kabinett im März auf 300 000 beziffert.AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben