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US-Aufsicht tadelt Ratingagenturen



New York - Die US-Börsenaufsicht SEC hat die Arbeit der einflussreichen Ratingagenturen scharf kritisiert. Den Bonitätswächtern unterliefen mitunter grobe Fehler, heißt es in dem ersten Jahresbericht der Behörde zu zehn Ratingagenturen. Einzelne Agenturen werden in dem Bericht nicht genannt. Generell mahnt die SEC bessere interne Kontrollen zur Vermeidung von Interessenkonflikten und von undichten Stellen vor der Veröffentlichung von Entscheidungen über ein Rating an. So heißt es in dem Report, dass bei einer Agentur ein Analyst eine wichtige Rolle bei der Bewertung eines Unternehmens gespielt haben könnte, in das er selbst investiert habe. In einem anderen Fall seien möglicherweise Informationen über ein bevorstehendes Rating vorab an einzelne Personen herausgegeben worden. Ratingagenturen bewerten die Bonität von Staaten und Unternehmen sowie die Ausfallwahrscheinlichkeit von Wertpapieren. dpa

Nabucco will Gas aus Aserbaidschan

Wien - Das Pipeline-Konsortium Nabucco bemüht sich um einen wichtigen Transportauftrag für Erdgas aus Aserbaidschan. Das Gemeinschaftsunternehmen von vier Energiefirmen, darunter RWE und die österreichische OMV, teilte am Samstag mit, es habe dem Shah-Deniz-II-Konsortium einen umfassenden Transportvorschlag vorgelegt. „Wir sind überzeugt, dass Nabucco den besten Transportweg für den Gasexport aus Aserbaidschan und anderen Ländern bietet“, sagte Geschäftsführer Reinhard Mitschek. Das Gasfeld Shah Deniz in Aserbaidschan spielt eine große Rolle in den Planungen des länderübergreifenden Nabucco-Projekts. Es soll Europa unabhängiger vom russischen Erdgas machen. Allerdings hat Aserbaidschan bereits mit mehr als 20 Firmen und Konsortien über die Nutzung der Vorkommen verhandelt. Bis Ende des Jahres sollen die Gespräche beendet sein. rtr

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