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Zucker ein Drittel teurer

Düsseldorf - Zucker wird für die Verbraucher in Deutschland erheblich teurer: Der Lebensmittelhändler Aldi Süd hat nach Angaben von Branchenbeobachtern den Preis für das Ein-Kilo-Päckchen um rund 31 Prozent von 65 auf 85 Cent angehoben. Außerdem sei Würfelzucker um mehr als 20 Prozent teurer geworden, berichtet der Handelsinformationsdienst Planet Retail am Wochenende. An den Aldi-Preisen orientieren sich erfahrungsgemäß auch die großen Supermarktketten in ihrer untersten Preislage mit Eigenmarken. Jeder Bundesbürger konsumiert statistisch gesehen pro Jahr mehr als 36 Kilogramm Zucker in unterschiedlicher Form. Das neue Preisniveau für Zucker bei Aldi Süd bedeutet indes keinen Rekord: Nach den Statistiken von Planet Retail kostete das Päckchen Zucker bei Aldi vor fünf Jahren 92 Cent. Der EU-Zuckermarkt ist stark reguliert. Nur 85 Prozent des in der EU benötigten Zuckers dürfen aus dortiger Produktion stammen, der Rest muss aus Drittstaaten importiert werden. dpa

Zu wenig Lastwagenfahrer

Hamburg - Speditionen und Handelsunternehmen schlagen Alarm: Weil nicht mehr genug Lkw-Fahrer zur Verfügung stehen, müssen Lastwagen in ihren Depots bleiben und die Versorgung von Industrie und Verbrauchern gerät ins Stocken. „Wir finden keine Fahrer mehr“, sagte Andreas Jedamzik, Vorstand des neuen Vereins Pro Lkw. Um den Bedarf zu decken, müssten jährlich rund 25 000 neue Lkw-Fahrer ausgebildet werden. Tatsächlich ist es nur ein Zehntel. Sie durchlaufen eine dreijährige Ausbildung, die mit einer Prüfung vor der IHK abgeschlossen wird. „Das ist für viele Interessenten nicht zu schaffen“, sagte Jedamzik. Zudem seien die Ausbildungskapazitäten der Betriebe zu gering. Das Problem werde sich verschärfen, weil dem Lkw-Verkehr in den kommenden Jahren 50 Prozent Wachstum vorhergesagt werde und es ohnehin weniger junge Menschen gebe. Ein Hauptproblem sei das schlechte Image des Berufs. Dazu kommt die Bezahlung: Bei einem Tariflohn von 9,61 Euro pro Stunde kommen die Fahrer auf ein Monatseinkommen von rund 1800 Euro brutto. „Wir wollen das als Unternehmen verändern“, sagte der Vereinsvorstand. In einem ersten Schritt sei die Ausbildungsvergütung erhöht worden. Um den Fahrern auch höhere Löhne zahlen zu können, müssten jedoch auch die Frachtpreise steigen.dpa

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